Ambrozy: FP-VP-Postenschacher und Parteibuchwirtschaft in Kärnten

SPÖ lehnt "Schein-Ausschreibung" wegen frauenfeindlicher "FP-VP-Mega-Packelei" im Schulbereich ab und bringt Objektivierungsantrag ein

Klagenfurt (SP-KTN) - "FPÖ und ÖVP haben sich unter Missachtung sämtlicher Objektivierungskriterien alle 33 Dienstposten im Landesschulrat brüderlich aufgeteilt", mit diesen Worten verwies LHStv. Peter Ambrozy heute Vormittag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Vizepräsidenten des Kärntner Landesschulrates Rudolf Altersberger auf die Liste jener Besetzungen, die sich ÖVP und FPÖ für den Schulbereich ausgepackelt haben sollen.

"Von den 33 zu besetzenden Posten sollen nur drei mit Frauen besetzt werden, dafür werden viele FPÖ- und ÖVP-Politgünstlinge bedient", sieht sich Ambrozy in seinen schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Als Beispiele nannte Ambrozy FPÖ-NR-Spitzenkandidatin Renate Kanovsky-Wintermann, die als Landesschulinspektorin für humanberufliche Schulen eingesetzt werden soll, EX-Haider Sekretär Karl Maier, der wie Elisabeth Watzlawick von der ÖVP, als Landesschulinspektor für Pflichtschulen eingesetzt werden soll. "Haiders rechte Hand für Berufsschulen" Herbert Torta soll Landesschulinspektor für Berufsschulen werden. Franz Korper und Wilhelm Kuhn sollen ebenfalls bereits als Landesschulinspektoren feststehen.

Bei den Bezirksschulinspektoren sieht das Bild nicht besser aus, eine unglaubliche Packelei statt der von Haider versprochenen Entpolitisierung des Schulwesens greift Platz. So soll der Cousin des ÖVP-Chefs, Manfred Wurmitzer, Bezirksschulinspektor für Villach/Land werden, FPÖ-Lehrerbezirksobmann Jakob Schaubus aus Hermagor Bezirksschulinspektor für Hermagor oder etwa FPÖ-Ortsparteiobmann und Gemeindevorstand Klaus Hainschitz Bezirksschulinspektor für Klagenfurt oder St. Veit an der Glan.

"Die SPÖ war und ist jederzeit bereit an einem Objektivierungsmodell mitzuarbeiten. Eine Ausschreibung nach dem Beamtendienstrecht mit einer zusätzlichen Fachkommission wäre beispielsweise ein Lösungsvorschlag unsererseits", stellte Altersberger fest. "Notfalls werden wir aber auch den Bundespräsidenten auffordern, diese unglaubliche Packelei nicht zu unterschreiben", so Ambrozy abschließend.

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