Kuntzl zu ÖVP-Bildungspolitik: Das Eine sagen, das Andere tun

Wien (SK) "Auch bei der Bildungs- und Forschungspolitik
agieren Schüssel und sein Team nach dem Motto: Das Eine sagen, das Andere tun", erklärte am Mittwoch SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl als Reaktion auf die heutige Pressekonferenz von Wolfgang Schüssel und Elisabeth Gehrer zur Bildungspolitik. "Diese Regierung hätte genügend Möglichkeiten gehabt, etwas zu den dringlichen Problemen im Bildungsbereich beizutragen. Mit schönen Worten und Unwahrheiten ist es nicht getan", betonte Kuntzl. Schüssel und sein Team würden die falschen Prioritäten setzen. "Wir brauchen keine Abfangjäger, sondern mehr Lehrer und mehr Schulklassen", forderte Kuntzl. ****

So sei es "schlicht und einfach unwahr", dass noch nie so viel Geld für Bildung ausgegeben wurde, oder die Forschung so gut wie nie zuvor dastehe. "Das Gegenteil ist wahr", so Kuntzl. Es habe Budgetkürzungen in allen Bereichen der schulischen Ausbildung gegeben. Und fehlende Strategien sowie mangelhafte finanzielle Abdeckung hätten das Ziel, die Forschungsquote auf 2,2 Prozent anzuheben in weite Ferne gerückt. "Die Forschungsinitiative ist abgeblasen", so Kuntzl.

"Die Garantie für einen Studienabschluss in der vorgegebenen Zeit bloß als Ziel in den Raum zu stellen, ohne ein entsprechendes Konzept auf den Tisch zu legen", hält Kuntzl für "Betrug an den Studentinnen und Studenten, die Studiengebühren bezahlen und denen vorgegaukelt wird, sie könnten sich damit einen Fahrschein für einen akademischen Titel in vier Jahren erstehen."

Zum Bereich Schule erklärte Kuntzl, dass überfüllte Klassen und zu wenige Lehrer zu einem Explodieren der Nachhilfekosten führen würden. "Die Zeche für Kürzungen im Bildungsbereich zahlen die Eltern", betonte Kuntzl. Hohe Drop-Out-Quoten und Repetentenzahlen würden eine klare Sprache sprechen. "Da helfen auch keine Schul-Rankings, wie Gehrer das anregt, sondern da muss an der Struktur angesetzt werden und auch klar sein, dass die Ausbildung der Kinder uns was wert sein muss", so Kuntzl abschließend. (Schluss) up

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