Gehrer: Erasmus nimmt EU-Erweiterung vorweg

25.000 österreichische Studierende profitieren vom Mobilitätsprogramm.

Wien (OTS) Studierende aus 30 europäischen Ländern, darunter alle EU- und EWR-Staaten sowie Beitrittskandidaten wie Zypern, Estland und Polen profitieren vom Mobilitätsprogramm Erasmus. Dieses ermöglicht Studienaufenthalte in anderen Ländern. "Die Bildungskooperation hat die EU-Erweiterung vorweggenommen. Im Laufe des aktuellen Studienjahres wird der 25.000. österreichische Studierende einen Studienaufenthalt in einem der Erasmus-Länder absolvieren", erklärte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer im Rahmen des Festaktes "Zehn Jahre ERASMUS in Österreich" heute in Wien.****

Das Programm wird in Österreich aus Mitteln der EU und des Bildungsministeriums finanziert. Im laufenden Studienjahr werden dafür rund 4 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Europaweit wird im Monat Oktober der einmillionste Studierende am Erasmusprogramm teilnehmen. Erasmus ist somit das erfolgreichste Projekt der Europäischen Union im Bildungsbereich.

Die österreichischen Studierenden können ihre Studienbeihilfen ins Ausland bis zu vier Semestern mitnehmen. Zusätzlich gibt es spezielle Auslandsstipendien, um die höheren Lebenserhaltungskosten abzudecken. Hierbei ist das österreichische Stipendiensystem vorbildlich, da die Studienbeihilfen nicht zurückgezahlt werden müssen, was in anderen Ländern ganz oder teilweise der Fall ist. Es wäre wünschenswert, wenn andere Erasmus-Staaten diesem Vorbild folgen würden.

Österreich nimmt seit 1991 am Erasmus-Programm teil. Von Anfang an lag Österreich im europäischen Spitzenfeld, was die Beteiligung unserer Studierenden am Mobilitätsprogramm betrifft. Die Teilnehmerzahlen steigen seither jährlich an. In den letzten Jahren haben neben den Studierenden an den Universitäten und pädagogischen Akademien immer mehr Studierende an den Fachhochschulen das Erasmus-Angebot angenommen.

Mit der verpflichtenden Einführung von ECTS (Europäisches System zur Anrechnung von Studienleistungen) im neuen Universitätsgesetz 2002 wird die akademische Mobilität weiter erleichtert. "Erasmus ist ein wichtiger Wegbereiter für den europäischen Hochschulraum bis zum Jahr 2010, dem Ziel des Bologna-Prozesses", so Bildungsministerin Gehrer beim Festakt.

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