SPÖ-SCHUSTER: KATASTROPHALE ENTWICKLUNG DER SICHERHEIT UNTER MINISTER STRASSER!

Detailauswertung der Wiener Kriminalstatistik 2001 bestätigt deutliche Zunahme bei Raub- und Eigentumsdelikten -Radikalsparmaßnahmen und Postenschacher bei Polizei Hauptursache für negative Entwicklung

Wien (SPW-K) - "Jetzt ist es auch sachlich unwiderlegbar: Unter Innenminister Strasser hat eine katastrophale Entwicklung bei er Sicherheit stattgefunden", erklärte Mittwoch der Sicherheitssprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Godwin Schuster, in einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien. Als Beweis für seine Aussagen berief sich er Mandatar auf nun vorliegende Detailuntersuchungen über Wien, die, so Schuster, "völlig andere Aussagekraft aufweisen, als die vom Minister im Zusammenhang mit der Kriminalstatistik präsentieren Zahlen". Vor allem bei Raub- und Eigentumsdelikten habe es dramatische Anstiege gegeben, erläuterte Schuster. ****

In einzelnen Bereichen wäre in Wirklichkeit die Kriminalität geradezu explodiert, führte Schuster weiter aus. "Der Innenminister hat aber stets alles das zurückgewiesen, was jeder aufmerksame Zeitungsleser eigentlich leicht selbst in Erfahrung konnte, dass vor allem Raub- und Eigentumsdelikte 2001 gegenüber dem Jahr 2000 stark zugenommen haben". Auch wenn man berücksichtige, so Schuster weiter, dass für das Jahr 2000 nur die Monate Februar bis Dezember zu Vergleichen herangezogen hätten werden können und deshalb eine gewisse Unschärfe festzuhalten wäre, so sei die eindeutige Tendenz einer dramatischen Entwicklung bei der Sicherheit nicht wegzuleugnen.

Wie der Gemeinderat weiter informierte stünden dabei die Taschendiebstähle mit einer Zunahme von 172 (!) Prozent an der Spitze, gefolgt von Trickdiebstählen mit 47,2, den Diebstählen in öffentlichen Verkehrsmitteln mit 38,6 Prozent, dem Fahrraddiebstahl mit 26,8 Prozent. Der Raub an Passanten habe 2001 um 17,3 Prozent, die Zahl der Einbruchsdiebstähle in Wohnobjekten um 19,8 Prozent, die Ladendiebstähle um 13,5 Prozent zugenommen, führte Schuster weiter aus. Abgenommen hätte die Zahl der Delikte beim Diebstahl von Kraftfahrzeugen (-14,4 Prozent) und beim Betrug mit Kreditkarten (-21,8 Prozent). Die Aufklärungsquote sei - mit Ausnahme bei den Fahrrädern - deutlich um 30 bis 72 (!) Prozent zurückgegangen. Auch die bis jetzt vorliegenden Zahlen über das Jahr 2002 ließen, so Schuster, bedauerlicherweise keine Besserung der Situation erwarten.

Als Ursache für die schlechte Entwicklung bezeichnete Schuster die radikalen Personaleinsparungen bei der Polizei durch FPÖVP-Bundesregierung, die Kürzung der Überstunden, sowie die Konzentration Strassers auf die Zerschlagung bewährter Strukturen und den Postenschacher zugunsten von Freunden der Partei des Ministers. Alle diese Maßnahmen hätten zu einer Demotivation der mit immer mehr und schwieriger Arbeit konfrontierten PolizistInnen beigetragen. "Minister Strasser hat auf allen Linien versagt, seine Schönfärberei ist nicht mehr länger aufrecht zu erhalten. Es ist daher auch und vor allem im Sicherheitsbereich längst Zeit für eine Wende von der Wende. Im Interesse der Sicherheitsbedürfnisse der Menschen", schloss Schuster. (Schluss)

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