Fischer appelliert an Regierung: Faire Verhandlungen mit Öffentlichen Dienst

Wien (SK) Der stellvertretende SPÖ-Vorsitzende Heinz Fischer appellierte heute an die Bundesregierung und insbesondere an Vizekanzlerin Riess-Passer, sie möge zu "fairen und sachgerechten Verhandlungen" mit dem Öffentlichen Dienst bereit sein. In den letzten zweieinhalb Jahren sei der Öffentliche Dienst manchmal zum Prügelknaben gemacht worden, und es sind Leistungen nicht immer in sachgerechter Weise anerkannt worden, sagte Fischer. ****

"Es ist völlig unbestritten, dass die öffentliche Verwaltung wirtschaftlich und sparsam arbeiten muss und dass auch noch Sparpotenziale vorhanden sind. Diese können aber nur durch entsprechende Umstrukturierungen und durch Organisationsreformen erschlossen werden, und nicht dadurch, dass man einzelne öffentlich Bedienstete sekkiert, eine leistungsgerechte Entlohnung verweigert oder das Ansehen des Öffentlichen Dienstes herabsetzt", sagte Fischer am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Im übrigen müsste auch von der Spitze her eine Spargesinnung vorgelebt werden. "Wenn man das Ausmaß an Regierungspropaganda, an Selbstbeweihräucherungsinseraten, die Großzügigkeit in Ministerbüros oder die Höhe getätiger Ausgaben für sogenannte externe Berater betrachtet, dann kommt man zu dem Ergebnis, dass unten gespart und oben verschwendet wird, während in Wahrheit in gemeinsames und faires Bemühen um Sparsamkeit vorgelebt werden müsste", erklärte Fischer.

"Jedenfalls darf auch in Vorwahlzeiten der Öffentliche Dienst nicht als Prügelknabe vorgeführt werden, sondern es sind faire Verhandlungen zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer zu führen, während größere strukturelle Maßnahmen ohnehin erst nach einem Regierungswechsel zu erwarten sind", schloss Fischer. (Schluss) wf/mp/mm

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0007