Internationale Studie ermittelt Erfolgskriterien für E-Government-Projekte

Erfahrungsaustausch spielt Schlüsselrolle

Walldorf/Wien (OTS) - Eine neue Studie mit dem Titel "Local E-Government Now: A Worldwide View" untersucht die Erfahrungen aus 14 Ländern auf vier Kontinenten bei der Einführung elektronischer Prozesse in der öffentlichen Verwaltung. Die von der SAP AG in Auftrag gegebene Erhebung ist die erste, die sich speziell mit E-Government-Projekten auf der Ebene befasst, auf der die Bürger am häufigsten mit ihren Behörden zu tun haben: der Kommunalbehörde. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass der Schlüssel für erfolgreiche E-Government-Projekte im gegenseitigen Erfahrungsaustausch mit anderen Kommunen, regionalen oder nationalen Organen sowie Beratungsdienstleistern liegt.

Erarbeitet wurde die Studie von zwei gemeinnützigen Beratungsunternehmen des öffentlichen Dienstes in Großbritannien, die "Improvement & Development Agency" (IDeA) und die "Society of IT Management" (Socitm). Ihr Anliegen war, die britischen Kommunen mit Praxiswissen bei der fristgerechten Einführung von E-Government-Diensten zu unterstützen. Die Studie belegt unter anderem, dass solche Projekte immer dann schnell zum Erfolg führen, wenn sich die ausführende Behörde an den Erfahrungen und Empfehlungen anderer Kommunen, regionaler oder nationaler Organe, unabhängiger Beratungs- oder Schulungsdienstleister orientiert. Auch stellte sich heraus, dass Länder, die ihre Behörden ressort- und standortübergreifend miteinander vernetzen, die Verwaltung ihrer Datenbestände erheblich rationalisieren konnten. Durch Einrichtung von Online-Diensten im Internet arbeiteten die betreffenden Kommunen außerdem effizienter mit Bürgern, Lieferanten und Partnerorganisationen zusammen.

Die Untersuchung präsentiert Fallstudien und gibt Aufschluss über erfolgreiche Methoden zur Verbesserung von Bürgerdiensten, Bürgernähe und Effizienz. Ausgewertet wurden unter anderem die Einrichtung sicherer Online-Kommunaldienste in Spanien, Erfahrungen mit einem elektronischen Wahlsystem in Norwegen sowie Initiativen zur Kostensenkung im öffentlichen Dienst in Kanada und den USA.

"Die Studie zeigt, dass Behörden rund um den Globus mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben und vergleichbare Ziele verfolgen", so IdeA-Berater Martin Ferguson. "Da sich die Projekte oft nur in Nuancen voneinander unterscheiden, können interessierte Lokalverwaltungen viel von Kommunen lernen, die ihre E-Government-Projekte bereits abgeschlossen haben."

Tom Shirk, Senior Vice President des Geschäftsbereichs Public Services, SAP AG, erkennt in der Studie einen Trend zu mehr Bürgernähe: "Erfreulicherweise leiten die Kommunen bei der Einführung des E-Government eine umfassende, sorgfältig abgestimmte Modernisierung ihrer Dienstleistungen in die Wege. Durch Datenaustausch und Vernetzung können sie dem Bürger ein breiteres Angebot und mehr Service bieten."

Neben den vierzehn Fallstudien aus Europa, Amerika, Australien und Neuseeland flossen Informationen über Projekte in Hongkong, Japan und Singapur in die Untersuchung ein. Jim Haslem, Vorsitzender von Socitm, zu den Ergebnissen: "Unsere Studie wird den Erfahrungsaustausch unter den Behörden anregen. Als Berufsverband von IT-Leitern, die E-Government-Projekte betreuen, kamen uns die Informationen und das Know-How unserer Kollegen in anderen Ländern sehr zugute."

Branchenprozesse von SAP

Einige der in der Studie genannten Kommunen haben ihre elektronischen Geschäftsprozesse mit Hilfe von Softwarelösungen der SAP realisiert, darunter das Landratsamt von Hampshire in Südengland, zuständig für 1,25 Millionen Bürger, die Regionalbehörde von Cape Breton in Kanada, deren 850 Mitarbeiter sich um die Belange von rund 120.000 Einwohnern kümmern, sowie die Stadt Mannheim, wo 320.000 Einwohner gemeldet sind.

Hampshire hat seine Verwaltungsprozesse rationalisiert, seine Bürgerdienste verbessert und sich über die SAP-Branchenlösung mySAP Public Sector mit anderen Organisationen in Interessenverbänden zusammengeschlossen. Cape Breton hat seine gesamte Behördenstruktur modernisiert. Mit SAP werden dort eigene Prozesskostenanalysen erstellt und mit der Privatwirtschaft verglichen. Ihre Erfahrungen hat die Regionalbehörde in einer Projektvorlage festgehalten, die sie anderen Kommunen zur Verfügung stellt. Mehrere Interessenten haben bereits bei Cape Breton und anderen SAP-Kunden Rat für ihre eigenen Modernisierungsvorhaben eingeholt.

Weltweit mehrere hundert Zentral- und Kommunalbehörden vernetzen sich über die Branchenlösung mySAP Public Sector via Internet mit Bürgern, Lieferanten und Partnerorganisationen. Sie verbessern so die Kommunikation mit diesen Zielgruppen, werten ihr Leistungsspektrum auf und senken ihre Betriebskosten.

Die englische Originalfassung der E-Government-Studie ist im Internet unter http://www.sap.com/solutions/industry/publicsector/ zugänglich.

IDeA

Die 1999 gegründete IDeA (Improvement & Development Agency) unterstützt nachhaltige Modernisierungsvorhaben kommunaler Behörden in Großbritannien. In Form maßgeschneiderter Beratungs- und Schulungsangebote vermittelt die Agentur ihren öffentlich-rechtlichen Klienten praxisnahe Lösungen. Zudem entwickelt sie neue Lösungsansätze zu allgemeinen Aufgaben der Kommunalverwaltung.

Socitm

Socitm ist der britische Berufsverband der IT-Leiter im kommunalen Dienst. Zu seinen Mitgliedern gehören neben Vertretern lokaler Behörden auch IT-Verantwortliche von Polizei und Feuerwehr, staatlichem Wohnungsbau, Pflegediensten und Versorgungsunternehmen. Führungskräften von Softwareanbietern und IT-Dienstleistern, die mit dem öffentlichen Dienst zusammenarbeiten, steht der Verband ebenfalls offen. Socitm bietet seinen Mitgliedern und Interessenten unter anderem Fachpublikationen, Konferenzen, Seminare, Forschung und Beratung an.

Rückfragen & Kontakt:

SAP Österreich GmbH, Christian Taucher
Tel.: 01/28822-387, christian.taucher@sap.com
Ogilvy PR, PetraAndrea Rotheneder
Tel.: 01/90100-245, petra.rotheneder@ogilvy.com

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SAP0001