Knafl: Pensionsanpassung 2003 muss Inflation abdecken!

Pensionsanpassungsbestimmungen müssen geändert werden!

Wien/Graz (OTS) - Anlässlich einer heute Graz stattfindenden Informationsveranstaltung des Österreichischen Seniorenbundes stellte Bundesobmann Stefan Knafl neuerlich klar, dass die Inflation für alle Pensionen, unabhängig von der Entscheidung der Pensionskommission, abgegolten werden muss. Ebenfalls fordert Knafl die Ausgleichzulage für Ehepaare soweit anzuheben, dass die im "Nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung" festgelegte Armutsgefährdungsschwelle erreicht wird.

Knafl weiter: "Die komplizierten und unverständlichen Bestimmungen der Netto-Pensionsanpassung sind durch neue und für alle Bürger verständliche, gesetzliche Regelungen zu ersetzen. Es muss in Hinkunft für alle Seniorinnen und Senioren die jeweilige Pensionserhöhung klar und leicht nachvollziehbar sein, wobei zumindest die Inflation abgegolten werden muss".

Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch das neue Positionspapier des Österreichischen Seniorenbundes "Mitten im Leben. Sicher in die Zukunft" vorgestellt, welches sich mit den wesentlichen Themenbereichen der Seniorenpolitik und ihren konkreten Forderungen an die Entscheidungsträger in Politik und Gesellschaft befasst.

Die wichtigsten Eckpunkte sind:

- Als gleichberechtigter Partner mitreden, mitentscheiden und mitverantworten.

- Langfristige Finanzierbarkeit der Pensionsversicherung, insbesondere durch Erhöhung der Erwerbsquote für ältere Menschen.

- Neues Pensionsrecht für Frauen: Eigenständige Frauenpensionen, wobei neben Zeiten eigener Erwerbstätigkeit auch Zeiten innerfamiliärer Arbeit (Erziehungs- und Betreuungsarbeiten) pensionsbegründend sein sollen.

- Langfristige Sicherung unseres Gesundheitswesens unter Beibehaltung des Solidaritätsprinzips und der Pflichtversicherung.

- Der Österreichische Seniorenbund vertritt die Auffassung, dass offene Fragen unaufgearbeiteter Geschichte mit unseren Nachbarn gemeinsam in wechselseitigen Geist von Verständnis und Achtung aufgearbeitet werden soll. Die Benes-Dekrete widersprechen, ebenso wie die Avnoj-Bestimmungen, den europäischen Grundwerten, weil sie die Grundlage für Massenvertreibungen waren und einen gravierenden Eingriff in Menschenrechte darstellen. Dieses Problem muss daher vor der Ratifikation der Beitrittsverträge gelöst sein.

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Mag. Michael Schleifer
Österreichischer Seniorenbund
Tel.: 01/401 26/154

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