FSG-Lueger: "Orden für Strasser ein schlechter Witz!"

Ehrung aus dem Vatikan für Minister der "Gipfel der Unglaublichkeiten" - Soziale Lage hat sich unter schwarz-blau drastisch verschlechtert

Wien (FSG). Als "Gipfel der Unglaublichkeiten" bezeichnete die Wiener FSG-Frauenreferentin Angela Lueger Mittwoch die Verleihung eines Vatikan-Ordens an Minister Ernst Strasser für "soziales Engagement". Eine solche Ehrung für ein Mitglied der schwarz-blauen Regierung, das dazu beigetragen habe, die soziale Lage in Österreich dramatisch zu verschlechtern, könne eigentlich nur ein schlechter Witz oder ein Versehen sein.++++

"Den Menschen in Österreich geht es heute schlechter als vor zweieinhalb Jahren. Bis 1999 war Österreich Vorreiter in der EU, seit 2000 ist unser Land Nachzügler", ärgerte sich die FSG-Frauenreferentin. Mit den Gebühren für Ambulanzen und Studium und die Besteuerung der Unfallrenten habe der Bund den Schwächsten der Gesellschaft noch mehr weggenommen. Nicht zuletzt hätten FPÖ und ÖVP auch die MigrantInnen der Stadt in Angst versetzt - mit einem Vertrag, dessen eigentliches Ziel die Ausweisung aus Österreich ist!

Besonders betroffen habe die Sparpolitik aber auch die Frauen. "Die Streichung der Kindergartenmilliarde, der Förderungen für Fortbildung und Frauenvereine gehen allesamt auf Kosten der Frauen", betonte Lueger. Während Wien insgesamt 5,5 Millionen Euro für Frauenförderung ausgibt, beschränkt sich ein Frauenminister Haupt auf lediglich 3 Millionen. Weiters hat auch diese Form des Kindergeldes dazu beigetragen, Frauen vom Arbeitsmarkt zu verdrängen.

FSG, 16. Oktober 2002
Nr. 83

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