Morak: chinesische zeitgenössische Kunst als Entdeckungsreise

"East meets West" im Künstlerhaus bis 6. November

Wien (OTS) - "Seit meinem Amtsantritt als Staatssekretär für Kunst und Medien ist es mir ein Anliegen, österreichische zeitgenössische Kunst vor allem auch im Ausland zu positionieren und einen Künstleraustausch zu forcieren. Denn Kultur ist keine Einbahnstrasse. Diese Ausstellung ist eine radikale Auseinadersetzung mit der Kunstposition Chinas, eine Entdeckungsreise", so Staatssekretär Franz Morak, bei der Presskonferenz zur Ausstellung "East meets West" gemeinsam mit dem Präsidenten des Künstlerhauses, Manfred Nehrer, dem Botschafter Chinas in Österreich Lu Yonghua, dem Direktor des Shanghai Art Museums Li Xiangyang und Hans Hollein, Kurator der letztjährigen Ausstellung "Austrian Contemporary Art, Architecture and Design" im Shanghai Art Museum.

Die Idee zu diesen wechselseitigen Präsentationen zeitgenössischer Kunst zwischen China und Österreich entstand durch Moraks Arbeitsaufenthalt bei seinem chinesischen Amtskollegen vor zwei Jahren. Als Resultat dieses Besuchs initiierte Morak die von Prof. Hans Hollein kuratierte Ausstellung "Austrian Contemporary Art, Architecture and Design", die im Herbst 2001 im Shanghai Art Museum gezeigt wurde. "Damit ist es erstmals gelungen, österreichische zeitgenössische Kunst in diesem Umfang in China zu präsentieren, und zwar nicht nur die bildende Kunst, sondern auch Architektur und Design", so Morak.

"Zentraler und richtungsweisender Punkt der Auseinandersetzung und des Dialogs abseits bekannter Traditionen ist es, ein neues, ein zeitgenössisches China kennenzulernen, sowie es für China eine neue Erfahrung war, ein zeitgenössisches Österreich zu sehen, wo auch die Architektur Teil der bildenden Kunst ist." Umso bemerkenswerter sei es, so Morak, dass heuer bereits bei der Shanghai Art Biennale Architektur zum Thema geworden sei, bei der auch österreichische Teilnehmer vertreten sind.

Auch Hans Hollein betonte, dass es durch die erfolgreiche Ausstellung "Austrian Contemporary Art, Architecture and Design", die in China von 15.000 Besuchern gesehen wurde, gelungen ist, einen erweiterten, grenzüberschreitenden Kunstbegriff nach China zu transportieren. Hollein freue sich, dass "die Gesamtausstellung hier ein beeindruckendes Bild über den Stand der zeitgenössischen chinesischen Malerei und einen Einblick in die Situation gibt, wie wir sie wahrgenommen haben: Einen Aufbruch zu neuen Ufern".

Sowohl der chinesische Botschafter in Österreich als auch der Direktor des Shanghai Art Museums betonten, dass dieser verstärkte Kulturaustausch und diese Ausstellung "nach einer jahrzehntelangen Isolierung" Ausdruck der zunehmenden "Öffnung und Reformpolitik" Chinas sei.

Auch Präsident Nehrer, der bereits vor vier Jahren eine Chinaausstellung im Künstlerhaus gezeigt hat, hob vor allem den Konnex zur wirtschaftlich aufstrebenden Stadt Shanghai hervor, da sich dieser "Aufschwung auch in der Kunst widerspiegelt".

Nach der 1998 stattgefundenen Ausstellung des mittlerweile verstorbenen Künstlers Max Weiler im Shanghai Art Museum konnte also der Kulturaustausch zwischen China und Österreich noch erweitert und ausgebaut werden, betone Morak abschließend und nannte u.a. die Teilnahme Österreichs am Shanghai Art Festival mit dem Ensemble Wien 2001, die Unterzeichnung des Kulturabkommens zwischen China und Österreich im November 2001 oder auch die Präsentation der Ausstellung DesignNow.Austria in Hong Kong 2002 oder den Künstleraustausch, der jetzt durch eine Kooperation mit den Bundesländern intensiviert wird.

Die Ausstellung "East meets West", die heute Abend im Künstlerhaus eröffnet und bis 6. November zu sehen sein wird, liefert einen umfassenden Querschnitt durch die zeitgenössische chinesische Kunst. Rund 60 Künstlerinnen und Künstler präsentieren über 90 Werke, die Stilrichtungen wie dem Realismus, der abstrakten Kunst, dem Expressionismus, der Konzeptkunst u.dgl. zuzurechnen sind.

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