Josef Broukal kandidiert für SPÖ - Gusenbauer: Broukal steht für "Modern Times" in Österreich

Wien (SK) Das SPÖ-Präsidium und der SPÖ-Vorstand beraten am Dienstag die Listen und das Wahlprogramm der SPÖ für die Nationalratswahlen. Die Pressekonferenz im Anschluss an die Präsidiumssitzung bestritt SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer gemeinsam mit dem ORF-Fernsehjournalisten Josef Broukal. Broukal wird auf der Bundesliste der SPÖ kandidieren, er ist an neunter Stelle gereiht, was ein sicheres Mandat bedeutet. Gusenbauer hob Broukals Unabhängigkeit und seine Kritikfähigkeit - auch gegenüber der SPÖ -hervor. Er bezeichnete Broukal als einen "couragierten Citoyen", der in seiner Arbeit Konsequenz und Standfestigkeit auf der Basis von Objektivität in seinen Auseinandersetzungen mit der Haider-FPÖ bewiesen habe. Gusenbauer: "Josef Broukal steht für 'Modern Times' in Österreich." ****

"Ich habe mich vor 27 Jahren aus der Politik verabschiedet", sagte Broukal. Heute kehre er zurück, "auf einer anderen Ebene, mit anderen Zielen". Es sei kein Zufall, dass er zwei Wochen nach Wolfgang Petritsch an die Seite von Alfred Gusenbauer trete, sagte Broukal. Es sei ein Zeichen der neuen Offenheit der SPÖ. "Es ist die SPÖ des Alfred Gusenbauer, die auf einmal für Menschen wie mich oder wie Wolfgang Petritsch interessant ist."

Broukal sieht sein zentrales Aufgabengebiet im Bereich Wissenschaft und Forschung. Er sprach davon, dass es wichtig sei Menschen zu überzeugen und mitzunehmen, auf einen Weg, den man für richtig hält.

Die Journalistenfrage, ob sich mit seiner Kandidatur die Vorwürfe der Parteilichkeit, die von der FPÖ immer wieder gegen ihn erhoben wurden, bestätigten, beantwortete Broukal in aller Klarheit:
Es gebe keinen Widerspruch zwischen Objektivität in der Arbeit und persönlicher Überzeugung. Er fragte: "Hätten wir an der Arbeit von Herrn Schimanek gesehen, dass er immer schon FPÖler war. Hätten wir bei der Frau Zierler vermutet, dass sie ein einziges Idol hat, nämlich Jörg Haider. Nein, wir waren erstaunt, weil sie in ihrer sichtbaren Arbeit im ORF objektive Arbeit geleistet haben. Das nehme ich auch für mich in Anspruch."

Über seinen weiteren Verbleib im ORF sagte Broukal: "Es wird sich etwas finden, und wenn sich nichts findet, wird man sich in aller Freundschaft trennen." Einen Verbleib im Aktuellen Dienst schloss er freilich aus.

Die Schwerpunkte seiner politischen Arbeit sieht Broukal darin, die bestehenden Stärken der österreichischen Forschung weiter zu fördern. Österreich sei als kleines Land nicht in der Lage, in allen Sparten führend zu sein, sehr wohl aber in jenen Sparten, wo die österreichischen Forscher schon heute führend seien. Man solle sorgsam mit dem Geld umgehen, aber nicht knausern. (Schluss) wf

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0014