Guatemala: Interessante Destination für heimische Reiseveranstalter

Handelsbeziehungen auf hohem Niveau - Rahmenveranstaltung zur großen Guatemala-Ausstellung in Wien

Wien (PWK738) Guatemala hat sich dieser Tage anlässlich der Eröffnung der großen Guatemala-Ausstellung im Völkerkundemuseum bei einer Veranstaltung in der Wirtschaftskammer Österreich Geschäftspartnern und Interessenten präsentiert. Eingeladen waren u.a. österreichische Reiseveranstalter, die dieses mittelamerikanische Land auf ihrer Landkarte haben. "Es ist unser Ziel, mit der Ausstellung und den begleitenden Veranstaltungen die diplomatische, kulturelle und wirtschaftliche Annäherung an Österreich zu fördern", stellte der Staatssekretär im Tourismusministerium, Luis Miranda Trejó bei der Präsentation im Haus der Wirtschaft fest. Zu dieser war auch der Vizepräsident Guatemalas, Francisco Reyes Lopes, erschienen.

Guatemala zählt neben Mexiko. El Salvador und Costa Rica zu den wichtigsten österreichischen Wirtschaftspartnern in Zentralamerika. 2001 beliefen sich die österreichischen Ausfuhren auf 13,1 Mio Euro. Dabei handelt es sich primär um Maschinen für die Lebensmittel verarbeite Industrie, Kühlanlagen, Kfz, organische Verbindungen, Arzneimittel, Papier und Pappe sowie diverse Kunststoffe. Durch die Lieferung von Hafenkränen gelang es, die Gesamtexporte um mehr als 100 Prozent zu steigern. Chancenpotenziale ergeben sich auch in der Energiewirtschaft, im Umweltschutz und in der Agrarwirtschaft.

Importseitig ist Guatemala ein wichtiger Lieferant von Kaffee, Bananen sowie von Gemüse und diversen exotischen Früchten. Guatemala ist jedoch auch als Exporteur von Orchideen und anderen subtropischen Pflanzen und Blumen von Bedeutung, die Österreich jedoch häufig über holländische Zwischenhändler erreichen. Die Einfuhren betrugen 2001 8,2 Mio. Euro. Im Jahresverlauf 2002 stagniert der Handel jedoch, sodass auf das Gesamtjahr hochgerechnet wohl nur ein bilaterales Handelsvolumen von 14 Mio Euro erreichbar sein dürfte, berichtet der Länderreferent der WKÖ Franz Bachleitner.

Die Präsenz einer österreichischen Schule mit Maturaabschluss, die derzeit mehr als 1.800 Schüler zählt, hilft auch der österreichischen Exportwirtschaft, sich in den Köpfen der künftigen wirtschaftlichen Entscheidungsträger stärker zu verankern. Dies erklärte der Direktor des Instituto Austriaco Guatemalteco bzw. des Colegio Viena, Friedrich Baaz, der neben den Vertretern österreichischer Reisebüros am Workshop teilnahm. Dieser wurde vom Amerikareferat der Wirtschaftskammer zusammen mit dem Fachverband der österreichischen Reisebüros organisiert.

Wie Heidi Markmann de Carrol, Tourismus-Attaché in der Botschaft von Guatemala in Berlin, im Rahmen der Veranstaltung hervorhob, genieße der Tourismus in dem mittelamerikanischen Land (... "wo Magie, Farbe und Abenteuer sich vermischen") eine besondere wirtschaftliche Priorität. Dieser Wirtschaftszweig sei wichtigste Devisenquelle und wichtigster Arbeitgeber zugleich. "Wir unternehmen alles, um ihn zu fördern". Derzeit wird das 11,5 Millionen Einwohner zählende Land von jährlich 830.000 Touristen besucht.

Die reichen Natur- und Kulturschätze des Landes werden, so de Carroll weiter, durch moderne Hotels und Dienstleistungen ergänzt, wodurch sich das Land zunehmend auch für internationale Kongresse eigne.

Das nationale Tourismusinstitut INGUAT hat die Vielfalt der touristischen Attraktionen in sieben Regionen bzw. Touristenrouten gebündelt. Es sind dies "Guatemala modern und kolonial", "Die Hochebene mit lebendiger Indianerkultur", "Maya-Abenteuer", "Natürliches Paradies", "Guatemala entdecken", "Die Pazifikküste" und "Eine andere Karibik". Guatemala-Stadt, Kapitale des Landes mit 2,5 Millionen Einwohnern, gilt gleichzeitig als größte und modernste Stadt Zentralamerikas. Antigua, die alte Hauptstadt, wurde bereits 1979 von der UNESCO wegen ihrer historischen Bedeutung zum Weltkulturerbe erklärt, ebenso wie auch Quirigua und Tikal. Die Ruinenstätte Tikal gilt als einzigartig auf der Welt, weil sie darüber hinaus auch ein "Weltnaturreservat" ist. (hp)

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