Wörthersee-Seebühne: Stadttheater-Intendant geht von falschen Voraussetzungen aus

Vielzitierten Doppelbeschluss im Theaterausschuss für die nächste Seebühnenproduktion im Sommer 03 gibt es so nicht -Landeskulturabteilung Kärnten sorgt für Klarstellung

Klagenfurt (LPD) - Hinsichtlich der nächsten Produktion auf der Seebühne für die kommende Spielzeit im Sommer 03 geht Stadttheaterintendant Dietmar Pflegerl von falschen Voraussetzungen aus. Dies wurde heute seitens der Landeskulturabteilung klargestellt. So gebe es zum einen den vielzitierten "Doppelbeschluss" für das Musical "Les Miserables" im Gemeinsamen Theaterausschuss nicht in der vom Intendanten genannten Form. Es ist vielmehr im Protokoll der Sitzung des gemeinsamen Theatergremiums von Land Kärnten und Stadt Klagenfurt vom 16. Oktober 2001 festgehalten, dass als nächste Produktion das wesentlich weniger aufwändige Musical "Jesus Christ Superstar" vorgesehen ist.

Zweitens liegt ganz klar und schriftlich vor, dass die vielfach genannte Summe von rund 700.000 Euro (damals im Protokoll mit 10 Mio. Schilling beziffert) keinesfalls in die Produktionskosten eingerechnet werden dürfe. Diese Finanzmittel sind vom Theaterausschuss als "Abgangsdeckelung" zur Reserve für etwaige unvorhersehbare Vorkommnisse (wie zum Beispiel Dauerregen) vorgesehen und nicht fixer Bestandteil der Finanzierung der Musical-Produktion.

Schon im Prüfbericht des Kontrollamtes wurde im Zusammenhang mit dem Erfahrungen von "Evita" darauf hingewiesen, dass ein solcher "Finanz-Polster" sinnvoll und notwendig sei. Der Voranschlag des Stadttheaters basiert jedoch neuerlich auf der Seebühnenproduktion "Evita" von vergangenem Jahr. Aus diesen Gründen und weil für "Les Miserables" laut Auskunft des Stadttheaters allein schon 32 Hauptdarsteller benötigt werden, sei zu befürchten, dass die nächste Produktion wieder sehr luxuriös und kostenintensiv werde, weshalb eine Überprüfung auf mögliche Einsparungspotentiale durchaus nicht unangebracht scheint. (Schluss)

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