Cap übt heftige Kritik an Zensurdrohungen des ORF

Wien (SK) Heftige Kritik an der Absicht des ORF künftig bei Kulturveranstaltungen Zensur ausüben zu wollen, übte der gf. SPÖ-Klubobmann Josef Cap Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Denn die Ankündigung des ORF unter Bezugnahme auf die Nestroy-Preis-Verleihung am Samstag, "in Hinkunft nach Mitteln und Wegen zu suchen, derartiges hintanzuhalten", sei nichts anderes als die "unverholene Drohung mit Zensur". Offensichtlich sei von Seiten des ORF geplant, sich Texte von Künstlern und Moderatoren bei Kulturveranstaltungen in Zukunft zur Genehmigung vorlegen zu lassen. Bemerkenswert sei, dass diese Ankündigung innerhalb kürzester Zeit, nachdem Unterrichtsministerin Gehrer Kritik an der Übertragung des Nestroy-Preises durch den ORF geübt hatte, gemacht wurde. "Offensichtlich hat der für diese Zensurdrohung verantwortliche Chef der ORF-Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation, Günther Kallinger, seine Lektion gut gelernt. Herr Kallinger dürfte neben Chefredakteur Mück das zweite prominente, im ORF tätige Miglied des ÖVP-Wahlkampfteams sein, mit dem Auftrag sich um jene Sendungen zu kümmen, auf die Mück keinen Zugriff hat," schloss Cap. **** (Schluss) hm/mm

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