Die Viennale-Berichterstattung auf FM4

Wien (OTS) - Auch heuer berichtet FM4 wieder intensiv von der Viennale und verlost Karten, hier die einzelnen Programmpunkte zum Viennale-Schwerpunkt***

Dienstag, 15.10., Update, 17.00 Uhr:

Dark America - Horror of der Viennale (von Christian Fuchs)

"Frailty" - das Spielfilmdebüt des US-Schauspielers Bill Paxton "Apollo 13" wird als einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre gehandelt: Zwei Buben sind vom religiösen Wahn des Vaters traumatisiert. Ein Serienkiller sieht das Ende der Welt kommen und mordet in "Gottes Auftrag". Von einem überlebensgroßen bösen Hasen wiederum sieht sich Teenager Donnie beauftragt, gewalttätig zu werden. "Donnie Darko" der Erstling des 27jährigen Richard Kelly und läuft bei der Viennale in der Reihe "Who´s next", die Arbeiten junger zukunftsträchtiger Filmemacher vorstellt.

Mittwoch, 16.10.,

Update, 10.00 Uhr:

Dokus (von Erika Koriska)

Am Freitag eröffnet die Viennale zum erstenmal in ihrer 40jährigen Geschichte mit einem Dokumentarfilm: Für "Etre et Avoir" hat der französische Filmemacher Nicolas Philibert eine Schulklasse bestehend aus zwölf Kindern aller Altersklassen besucht und so deren Fortkommen, Streitereien, Mit- und Gegeneinander beobachtet. "Runaway" berichtet über ein Theraner Zentrum für Mädchen, die von zu Hause weggelaufen sind. "Les enfants de l´amour" des Belgiers Geoffrey Enthoven war ursprünglich als Doku über Scheidungskinder geplant. Dann aber stieg die vorgesehene Familie aus und man entschied sich für einen Spielfilm: Natalie hat drei Kinder, die Väter haben und ihre Kinder fürs Wochenende abholen.

Homebase, 19.00 Uhr:

Viennale goes Pop (von Petra Erdmann)

Der Stardokumentarist Nick Broomfield nimmt nach "Kurt & Courtney" Cobain/Love nun den Tod der beiden Rapper Tupac und Notorious B.I.G unter die Lupe. Die Doku "Biggie & Tupac" beschäftigt sich mit Verschwörungs- und anderen Therorien. "Teenage Kicks-The Undertones" begleitet BBC-DJ John Peel auf der Suche nach seiner Lieblingsband -den nordirischen Undertones. "Je chanterai pour toi" skizziert die Popularität des "afrikanischen Elvis" - Boubacar Traoré aus Mali. Und die Doku "Only the strong survive" widmet sich dem dem " Motown Sound" und den überlebenden großen Soulstars.

Donnerstag, 17.10., Update, 17.00 Uhr:

Who´s next: Latin is next (von Petra Erdmann)

In der Viennale Reihe "Who´s next" werden auch zwei Erstlinge junger spanischer/mexikanischer Regisseure vorgestellt. Der übernatürliche "Intacto" von dem J.C. Fresnadillo scheint "Cronenberg- inspiriert" und zeigt Max von Sydow als Holocaust-Überlebenden und Casinobewohner Sam, der Frederico das Glück gestohlen hat. "Japon" des Mexikaners Carlos Reygadas handelt von einem frustierten Mann, der erst über eine 70jährigen Frau zum Leben zurückfindet. Diego Lerman aus Argentinien hat mit seinem Debüt " Tan de repente" einen Abenteuerfilm vorgelegt über die Reise einer jungen dicken Verkäuferin und zwei lesbischen Punkerinnen.

Samstag, 19.10., Morning Show, 6.00 Uhr:

Etre et Avoir

Für "Etre et Avoir" hat der französische Filmemacher Nicolas Philibert eine Schulklasse bestehend aus 12 Kindern aller Altersklassen besucht und so deren Fortkommen, Streitereien, Mit- und Gegeneinander beobachtet. FM4 bringt eine Meinungsumfrage unter den Besuchern.

Sonntag, 20.10., Morning Show, 6.00 Uhr:

Far from Heaven (Koriska)

Das 50er Jahre Drama von Todd Haynes ("Velvet Goldmine"). Erika Koriska hat sich bei Viennale-Besuchern umgehört, um zu erfahren, wie "Far from Heaven" angekommen ist.

Montag, 21.10.,

Morning Show, 6.00 Uhr:

Ken Park

Der Kameramann Ed Lachman, dem die Viennale heuer ein Tribute widmet und "Kids"-Regisseur Larry Clark haben in einer Gemeinschaftsarbeit Jugendliche und ihre Familien aus Suburbia porträtiert.

Update, 10.00 Uhr:

Austin Powers in Goldmember (von Erika Koriska)

Austin Powers (Mike Myers) wurde zeit seines Lebens von seinem stets abwesenden Vater (Michael Caine) enttäuscht. Als dieser von dem Holländer Goldständer (wiederum Mike Myers) entführt wird, braucht Austin die Unterstützung seines Erzfeindes Dr. Evil (Mike Myers). Destiny Child-Frau Beyoncé Knowels überzeugt als Agentin und Blaxploitation-Verschnitt Foxy

Connected, 14.00 Uhr:

Lesestoff: Michael Moore und Film "Bowling for Columbine" (von BorisJordan)

"Stupid white men" heißt das neueste Buch des Star-Dokumentaristen Michael Moore, in dem er sich als Sprachrohr des White-Trash-Amerikans gegen die Bush-Administration auslässt. Die Viennale präsentiert Moores neueste Doku "Bowling for Columbine", in der Moore gegen die Waffenlobby in der USA zu Felde zieht und an das High-School- Massaker in Littleton erinnert.

Update, 17.00 Uhr:

Windtalkers (von Christian Fuchs)

Ein Action-Kriegsspektal von Hongkong Regisseur und Wahlamerikaner John Woo: Im Zweiten Weltkrieg setzt das US-Militär Navajo-Indianer ein. Deren Sprache dient als Geheimcode und die amerikanischen Ureinwohner als lebende Dechiffriermaschinen. Die beiden Marines Jo Enders (Nicolas Cage) und Ox Anderson (Christian Slater) sollen zwei der so genannten "Code Talker" durch die feindlichen Linien führen und verhindern, dass sie in die Hände des Feindes fallen.

Homebase, 19.00 Uhr:

Porträt Ed Lachman (von Petra Erdmann)

Einem der interessantesten und gefragtesten Kameramännern des zeitgenössischen Kinos widmet die Viennale ein Tribut: Der 54jährige Ed Lachman aus New Jersey hat mit u.a. Steven Soderbergh ("the Limey", "Erin Brokovich"), mit den großen Regisseuren wie Paul Schrader und Wim Wenders oder auch mit Musikern wie David Byrne gearbeitet. Zuletzt macht er Furore mit der Optik im 50er Jahre Technicolor-Setting des Todd Haynes Films "Far From Heaven". Auf der Viennale ist auch seine mit Larry Clark entstandene Regiearbeit "Ken Park" zu sehen. Petra Erdmann hat Ed Lachmann getroffen und ein Porträt gestaltet.

Dienstag, 22.10.

Morning Show, 6.00 Uhr:

"Gerry"

Matt Damon und Casey Affleck - alle beide heißen sie Gerry in Gus van Sants neuestem Film. Die beiden spazieren durchs Death Valley und verlieren die Orientierung.

Update, 10.00 Uhr:

Special Zeki Demirkubuz (von Erika Koriska)

Dem türkischen Regisseur Zeki Demirkubuz ist auf der Viennale ein Special gewidmet. In einer Werkschau, in fünf Spielfilmen erzählt der 38jährige Autorenfilmer von der Einsamkeit seiner Großstadtbewohner. Seine bevorzugten Schauplätze sind die Satellitensiedlungen der Türkei.

Update, 17.00 Uhr:

Deutscher Film (von Petra Erdmann)

Andreas Dresen, Regisseur aus der EX-DDR ist mit "Halbe Treppe" ein heiteres und tiefgehendes Porträt zweier "Plattenbau-Familien" gelungen, in den die "heile" Welt auseinander bricht. "Halbe Treppe" hat diese Woche auch seinen österreichweiten Kinostart. Beeindruckend ist das Debüt von Ulrich Köhler, der in "Bungalow" über den antrieblosen Jugendlichen Paul, der vom Heer desertiert ist. Realistisch, Komisch und Gut!

Homebase, 19.00 Uhr:

Der Pianist (von Pamela Rußmann)

Der begnadete jüdische Pianist Wladiyslaw Szpilman (Adrien Brody) sitzt gerade bei Radioaufzeichnungen, als deutsche Truppen 1939 in Warschau einmarschieren. Nur wenige Wochen später wird er gemeinsam mit seiner Familie und allen anderen Juden der Stadt in einen abgetrennten Bezirk gesperrt. Dort bekommen sie den perfiden Antisemitismus der deutschen Soldaten tödlich zu spüren. Aber auch von jüdischen Polizisten, die sich dadurch die Gunst der Nazis erhoffen, werden sie gepeinigt. Während der Rest seiner Familie in ein Konzentrationslager abtransportiert wird, gelingt Szpilman mit Hilfe des Untergrunds die Flucht aus dem Ghetto. Doch sein erbitterter Überlebenskampf fängt damit erst an...

Interview mit Andrejz Szpilman (von Erika Koriska)

Der Sohn des "Pianisten" Wladiyslaw Szpilman hat sich für die deutsche Übersetzung der Biografie seines Vaters eingesetzt und für die Verfilmung, die auf dem Buch beruht, stark gemacht. Erika Koriska hat den 46jährigen in Hamburg lebenden Andrzej Szpilman ins FM4-Studio geladen.

Mittwoch, 23.10.:

Morning Show, 6.00 Uhr:

Der Mann ohne Vergangenheit:

Der neueste Aki Kaurismäki über einen Mann, der von Rowdies fast tot geprügelt wird, sein Gedächtnis verliert und bei Obdachlosen Unterschlupf findet. FM4 war auf der Premiere.

Update, 11.00 Uhr:

Politische Dokus (von Erika Koriska)

Die Belgierin Nathalie Borgers hat mit "Kronenzeitung: Tag für Tag ein Boulevardstück" ein erfrischendes Porträt der Kronen-Zeitung und des Herausgebers Hans Dichand gestaltet. "1974 - une partie de campagne" begleitet Raymond Depardon den Präsidenten Giscard D´Estaing während seines Wahlkampfes. Die Aufführung der 1974 gedrehten Doku hat Giscard D´Estaing 28 Jahre verhindert.

Update, 17.00 Uhr:

Paul Schrader auf der Viennale (von Christian Fuchs)

Der US-Regisseur Paul Schrader ist mit drei Filmen auf der Viennale vertreten. Schon in "Light Sleeper" und "Affliction" stellte Schrader verlorene männliche Protagonisten in den Mittelpunkt seiner Arbeit.
Sein neuster Film "Auto Focus" schildert das Doppelleben des US-Schauspielers Ed Crane, der in den 70ern auf mysteriöse Weise ermordet wurde. "Auto Focus" wird vorab als einer der besten Filme des Jahres gehandelt.

Donnerstag, 24.10.:

Update, 10.00 Uhr:

Heiraten für Fortgeschrittene (von Erika Koriska)

Eine Romantic-Comedy von Regisseur John Kay mit Andie MacDowell:
Schuldirektorin Kate und ihre beruflich ebenso erfolgreichen Freundinnen Molly und Janine hocken im heimatlichen Provinzkaff allmontäglich als "Sad Fuckers Club" zusammen bei Schokolade, Gin und Zigaretten. Sie sind um die 40, haben gute Jobs, wechselnde, aber vor allen Dingen peinliche Männergeschichten, die sie sich regelmäßig erzählen. Beste Freundinnen eben. Aber als Kate einen jungen, sehr attraktiven Mann kennen lernt und aus der Affäre Liebe wird, werden aus den guten Freundinnen erbittertste Feinde.

Connected, 14.00 Uhr:

Blue Moon (von Petra Erdmann)

Der Debütfilm der Österreicherin Andrea Dusl: Johnny Pichler (Josef Hader) begibt sich auf eine Reise in den Osten, von der Slowakei bis nach Odessa, auf den Spuren nach seiner mysteriösen Liebe Shirley -Ein Road-Märchen, in dem auch Detlev Buck mitspielt. Andrea ist in Connected live zu Gast.

Homebase, 19.00 Uhr:

Asiatisches Kino (von Christian Fuchs)

Sowohl Takeshi Kitano als auch Fruit Chan zählen zu den Garanten des asiatischen Films. "Dolls" heißt der neueste Film des Japaners Takeshi Kitano: In mehreren Strängen erzählt er über verlassene Menschen und deren Einsamkeit und Obsessionen. Öffentlichen Toiletten als Schauplätze und deren Benutzer sind dem Hongkong Filmemacher Fruit Chan in seiner neuesten Produktion Remin Gongche/Public Vehikel, über die "menschlichen Ausscheidungen" zu sinnieren. Die 13jährige verstörte Protagonisten des Japaners Akihiko Shioto aus "Gaichu/Harmful Insect" ist begeistert vom abseitigen und nichtigen.

Freitag, 25.10., Morning Show, 6.00 Uhr:

All or nothing

Der neue Film des Briten Mike Leigh über eine Familie in schwierigen sozialen Verhältnissen mit zwei Erwachsenen, die sich auseinander gelebt haben und über ein Unglück wieder zusammenfinden werden.

Sonntag, 27.10., Morning Show, 6.00 Uhr:

Auto Focus

Paul Schrader stützt seinen neuesten Spielfilm auf den US-Schauspieler Bob Crane, der 1978 unter nie geklärten Umständen ermordet wurde. FM4 will wissen, wie "Autofocus" beim Viennale-Publikum angekommen ist.

Montag, 28.10.:

Update, 10.00 Uhr:

Va savoir (von Erika Koriska)

Die Viennale hat gemeinsam mit dem Filmmuseum dem Regisseur Jacques Rivette eine Retrospektive gewidmet. Innerhalb dieser ist noch heute Abend Rivettes neuester Film "Va savoir" zu sehen, der diese Woche regulär in unseren Kinos startet: Eine Italienische Theatergruppe führt in Paris ein Pirandello Stück auf. Alle Beteiligten sind auch in private Beziehungen zueinander verstrickt.

Update, 17.00 Uhr:

La cage/ Le fils (von Petra Erdmann)

Das realistische Kino der belgischen Regiebrüder ist ernüchternd und hart. In "Le fils" trifft ein jugendlicher Mörder auf den Vater seines Opfers. Francis war elf als er zum Verbrecher wurde. Eine minderjährige Mörderin, die mit 25jahren freigeht, steht im Mittelpunkt von "La cage" - dem Erstling des Franzosen Alain Raoust.

Homebase, 19.00 Uhr:

Lost Teenager (von Christian Fuchs)

Der schwedische Regisseur Lukas Moodyson drehte seinen neuesten Film "Lilja 4-Ever" über zwei russische Kinder: Nachdem ihre Mutter nach Amerika ausgewandert ist, findet Lilja, 16, ihren Halt in der Freundschaft zum 11jährigen Volodja. In der US-Komödie "Last Ball" von Peter Callahan irrt der Highschool-Absolvent Jim durchs Leben -als Taxifahrer.

Dienstag, 29.10.:

Morning Show, 6.00 Uhr:

Blue Moon

FM4 hat das Publikum über den Debütfilm der Österreicherin Andrea Dusl befragt. Johnny Pichler (Josef Hader) begibt sich auf eine Reise in den Osten, von der Slowakei bis nach Odessa, auf den Spuren nach seiner mysteriösen Liebe Shirley - Ein Road-Märchen, in dem auch Detlev Buck mitspielt.

Update, 10.00 Uhr:

Viennale-Tipps (von Erika Koriska)

Die Viennale neigt sich mit raschen Schritten dem Ende zu, zwei volle Tage Filmprogramm gibt's aber noch zu genießen. Erika Koriska legt euch folgende zwei Filme ans Herz: In "Bomnaleaun Kanda" - "One fine spring day" entspinnt sich eine schweigsam tragische Liebesgeschichte zwischen dem Toningenieur Sang-Woo und der Radiomoderatorin Eun-Su. In dem rumänischen Film "Marfa si banii" träumt Ovidiu von einem eigenen Getränkekiosk - für diesen Traum lässt er sich auf dubiose Mafiabotengänge ein. Ob das gut geht?

Mittwoch, 30.10., Update, 10.00 Uhr:

Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya Schwestern (von Erika Koriska)

Die Autorin von "Thelma & Louise" Callie Khouri hat Regie geführt:
Sidda Lee Walker (Sandra Bullock) ist eine erfolgreiche Theaterautorin in New York. Sie ist froh, der Heimat Louisiana und ihrer exzentrischen Mutter Vivi (Ellen Burstyn) entkommen zu sein. Als das Time Magazine in einem Porträt über Sidda andeutet, Vivi habe als Mutter versagt, reagiert diese völlig entrüstet.

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