ÖBB-Vorstand fordert nach Abbruch der Gespräche durch die Gewerkschaft ein sofortiges Ende der Störaktionen 

Fragen der Gewerkschaft wurden vom Management beantwortet. Zukunft des Unternehmens im vollliberalisierten Markt muss gesichert werden.

 

Nachdem die Gewerkschaft die Gespräche ohne Ergebnis abgebrochen hat,
fordert der Vorstand des Unternehmens vehement das Ende der Aktionen der letzten Tage, die zu Zugsausfällen und Verspätungen geführt haben. "Die Gewerkschaft hat uns ihre Fragen erläutert, die wir unsererseits im Gespräch sofort klären konnten," betont der Vorstand.
"Umso unverständlicher ist uns die Vorgehensweise der Gewerkschaft, nachdem sie zuerst ohne die Fragen gestellt zu haben schon den Aufruf
an die Lokführer, keine Überstunden zu leisten formuliert hat und nun
die Gespräche einseitig beendet." Der Vorstand betont des weiteren, dass die Vorgangsweise der Gewerkschaft auf dem Rücken der Kunden und
zu Lasten des Unternehmens und seiner Mitarbeiter gehe.****
 

200 Lokführer werden jedes Jahr ausgebildet

Die ÖBB bilden pro Jahr rund 200 Lokführer neu aus, so dass der Bedarf an qualifiziertem Personal gedeckt ist. Diese Ausbildungsmaßnahme gewährleistet eine annähernd gleichbleibende Anzahl an Lokführern. Die Diensteinteilung der Lokführer ermöglicht zudem im Schnitt zwei Tage Freizeit pro Woche, wie bei den meisten Arbeitnehmern in Österreich. Die Frage der Gewerkschaft nach dem Recht auf einen freien Arbeitstag pro Woche ist durch das Dienstrecht
gegeben.
Der Vorstand der ÖBB betont, dass die von den Mitarbeitern geleisteten Überstunden für ein Dienstleistungsunternehmen wie die ÖBB wichtig und nötig seien, sicher aber im gesetzlichen Rahmen und entsprechend der Arbeitnehmerschutzbestimmungen durchgeführt würden. Je nach persönlichem Wunsch werden die geleisteten Überstunden als Einkommensbestandteil oder in Freizeit abgegolten.

ÖBB muss wettbewerbsfähig werden
 
Die Gewerkschaft hat in den letzten Tagen ständig neue Themen angesprochen, die als Begründung für ihre Aktionen dienten. Nur so kann die plötzlich aufgetauchte Forderung der Gewerkschaft nach Rücknahme des geplanten Strukturpaketes verstanden werden. "Dies ist in dieser Phase kontraproduktiv, da derzeit eine intensive Diskussion
über die notwendige Reform der ÖBB durchgeführt wird," so der Vorstand. "Wenn es der Gewerkschaft wirklich um eine gute Zukunft des
Unternehmens geht, so kann sie sich den notwendigen Reformen nicht verschließen." Die ÖBB werde alles daran setzen, um die nötigen Strukturen zu schaffen, dass im vollliberalisierten Markt das Unternehmen ÖBB wettbewerbsfähig und zukunftsorientiert handeln kann.
 

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