Gehrer: Allen Jugendlichen Arbeits- oder Ausbildungsplatz ermöglichen

Bildungsoffensive erfolgreich verlaufen - Ministerien setzen Zeichen für Lehrlinge - Lehrstellen-Lücke in Wien besonders groß

Wien, 14. Oktober 2002 (ÖVP-PD) "Mein Ziel und das Ziel der Regierung ist es, dass wir jedem Jugendlichen, der will, einen Arbeits-, Lehrgangs- oder Ausbildungsplatz ermöglichen und die Möglichkeit bieten, Ausbildungen nachzuholen", sagte heute, Montag, ÖVP-Bundesparteiobmann-Stellvertreterin Elisabeth Gehrer bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Arbeits- und Wirtschaftsminister Dr. Martin Bartenstein in Wien. ****

Als Bildungsministerin stelle sie fest, "dass die Bildungsoffensive in den letzten Jahren erfolgreich verlaufen ist, das Qualitätsniveau gesteigert und das Ansehen der Schule und der Lehrerinnen und Lehrer in der Öffentlichkeit nachhaltig angehoben wurde." Bei einem Monitoring seien über 80 Prozent der Befragten der Meinung gewesen, dass an den Schulen hervorragend gearbeitet werde. "Das ist ein Zeichen dafür, wie engagiert unsere Lehrerinnen und Lehrer arbeiten", betonte Gehrer.

Besonders gelobt werde das höhere berufsbildende Schulwesen und die gute Lehrausbildung. "Diese gute Lehrausbildung ist für uns eine Basis, dass wir in Österreich immer noch die zweitniedrigste Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union haben", so die Bildungsministerin. Ihr Ziel und das Ziel der Regierung sei, dass mindestens 40 Prozent eines Altersjahrganges eine gute Lehrausbildung erhalten.

Gehrer betonte, dass auch in den Ministerien ein Zeichen für Lehrlinge gesetzt werde. So würden allein im Bildungsministerium und in den nachgeordneten Dienststellen 300 Lehrlinge ausgebildet. "Heuer haben wir bereits wieder elf neue Lehrlinge aufgenommen."

"Besonders wichtig" sei, dass in den Regionen die Bemühungen zur Schaffung von Lehrstellen in besonderem Maße verstärkt werden. "Es zeigt sich, dass wir die größten Schwierigkeiten in der Bundeshauptstadt haben. Da ist die Lücke zwischen dem Lehrstellenangebot und denen, die eine Lehrstelle suchen, ganz besonders groß", sagte Gehrer.

Für Jugendliche ohne Schulabschluss gebe es die Möglichkeit, dass diese den "Bildungsabschluss" nachholen. "Sie können nach dem neunten Schuljahr noch ein zehntes Schuljahr machen und damit den Abschluss einer Hauptschule nachholen. Das haben bisher 4.500 Personen erfolgreich genützt", so die Ministerin. Angeboten werde auch das Nachholen des Hauptschulabschlusses für bis zu 20-jährige. An diesen Kosten beteiligt sich der europäische Sozialfonds. Im Schuljahr 2001/2002 hätten 900 junge Menschen den Hauptschulabschluss auf diese Weise nachgeholt. "Es stimmt also nicht, was immer wieder gesagt wird, dass es so teuer ist, den Hauptschulabschluss nachzuholen."

Die Berufsreifeprüfung sei ein Angebot, das es nur in Österreich gebe. Das sei die Durchlässigkeit von der Lehre zur weiterführenden Bildung. "2002 bereiten sich insgesamt 7.000 Personen auf die Berufsreifeprüfung vor. 1999 waren es 4.500, das ist eine Steigerung um 55 Prozent. Die Schulen für Berufstätige sind enorm ausgeweitet worden." Im Jahr 2001 seien 22.235 Menschen in diesen Schulen für Berufstätige, in denen sie den Abschluss einer HTL oder einer HAK erwerben könnten. "Das ist ein Angebot fürs lebensbegleitende Lernen", so Gehrer.

Ausgeweitet worden sei auch das Angebot im berufsbildenden Schulwesen. "Wir haben um 25 Prozent mehr Plätze an unseren HTLs, an unseren Handelsakademien und an unseren Tourismusschulen als im Jahr 1995. Im Bau befinden sich enorm viele Schulen und wir haben auch mit diesem Konjunkturprogramm ein neues Paket in Höhe von 241,6 Millionen Euro freigegeben, damit beste Schulplätze zur Verfügung gestellt werden. Bereits in Bau bzw. Planung befinden sich bei Bundesschulen weitere 12.570 Schulplätze", so die Bildungsministerin.

Besonders erfreulich sei, dass die Berufsschulpläne erfolgreich modernisiert und neue Berufe geschaffen worden seien. So gebe es jetzt etwa den EDV-Techniker, den EDV-Kaufmann und den Kommunikationstechniker EDV, Telekommunikation, Mechatronik, Mikrotechnik und Produktionstechnik.

"Was mir auch noch besonders wichtig ist, ist die erfolgreiche Verbesserung der Nahtstelle zwischen einer schulischen Ausbildung und einer beruflichen Ausbildung. Es freut mich, dass die Polytechnische Schule so erfolgreich reformiert wurde." 90 Prozent der Jugendlichen, die an eine Polytechnische Schule gingen, "haben bereits eine Lehrstelle, wenn sie die Schule verlassen", so Gehrer.

Abschließend hob die Bildungsministerin das Konjunkturpaket hervor, in dem "einige ganz wichtige Neuerungen, wie zum Beispiel die Heimfahrtbeihilfe für Internatsschüler und Lehrlinge und die weitere Unterstützung für Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, festgelegt wurden."

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