Regionale Partnerschaft möchte in EU-Fragen enger kooperieren Ferrero-Waldner unterstützt Einsetzung einer Expertengruppe

Portoroz, 14.Oktober 2002 (OTS) Aussenministerin Benita Ferrero-Waldner sagte heute anlässlich des dritten Treffens der Aussenminister der Regionalen Partnerschaft (Slowenien, Österreich, Tschechien, Ungarn, Polen und Slowakei) in Portoroz in Slowenien, dass die von ihr initiierte Regionale Partnerschaft letztes Jahr mit folgenden zwei Zielsetzungen gegründet wurde: erstens, um die Zusammenarbeit zwischen den Staaten und künftigen Partnern in der EU zu verstärken und zweitens, um gemeinsame Interessen im Rahmen der EU zu definieren und die Koordination der Politikbereiche im Rahmen der Partnerschaft aufeinander abzustimmen. "Heute haben wir uns diesem zweiten Ziel entscheidend genähert. Wir haben uns heute geeinigt, eine Expertengruppe einzusetzen, die zahlreiche konkrete Vorschläge zu Kooperationen im zur Umsetzung verhelfen werden. Darüber hinaus haben wir uns darauf geeinigt, in unseren Aussenministerien eigene Koordinatoren für Projekte der Regionalen Partnerschaft einzusetzen. Im Aussenministerium in Wien habe ich Gesandten Herbert Krauss mit dieser Aufgabe betraut", sagte die Aussenministerin.

"Gerade die jüngste Flutkatastrophe hat gezeigt, wie wichtig regionale, grenzüberschreitende Kooperation ist. Die Solidaritäts-und Nachbarschaftshilfe auf der tschechischen und österreichischen Seite der Grenze waren ermutigend und bilden eine stabile Basis für weitere grenzüberschreitende Kontakte", so Ferrero-Waldner.

Ferrero-Waldner unterstützte auch den slowenischen Vorschlag zur Abhaltung einer Konferenz zum Thema "EU-Erweiterung und Entwicklungszusammenarbeit" im Rahmen der Regionalen Partnerschaft im kommenden Jahr. "Österreich hat im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit auf EU Ebene konkrete Erfahrungen sammeln können, die wir mit unseren künftigen EU-Partnern teilen möchten, um Syergieeffekte im Bereich der Entwicklungspolitik zu erreichen", sagte die Aussenministerin.

Die sechs Länder der Regionalen Partnerschaft wollen auch ihre Traditionen und Perspektiven der Gemeinsamkeiten mit allen geistig-kulturellen Schätzen und Erfahrungen in die Europäische Union einbringen. Zu diesem Zweck wurde von den sechs Ländern im vergangenen Jahr die "Plattform Kultur- Mitteleuropa" gegründet. Das erste gemeinsame Projekt der Plattform war die Galaveranstaltung unter dem Titel "Culture for Enlargement – a gala of music and thoughts from the heart of Europe" am 10. Dezember 2001 in Brüssel. Dieser Festakt – in Anwesenheit der Aussenminister der Plattform-Länder, zielte darauf ab, ein erstes Bild der musikalischen und literarischen Vielfalt des mitteleuropäischen Raumes zu zeichnen. Gedanken über den kulturellen Reichtum der Nachbarländer, literarische Fragmente sowie Musik unterschiedlichster Zeiten, Räume und Stilrichtungen wurden geboten. Am 19,. Dezember 2002 wird als Nachfolgeveranstaltung eine Mitteleuropa Tanzgala in Kopenhagen stattfinden (Schluss).

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