Für Ausweitung der Kampfmaßnahmen !

GLB: Solidarität mit den LokführerInnen

Wien: Die Bundesleitung des Gewerkschaftlichen Linksblocks in der Gewerkschaft der Eisenbahner (GLB) solidarisiert sich mit den Aktionen der LokführerInnen und protestiert schärfstens gegen die geplanten Maßnahmen durch den ÖBB-Vorstand. "Es kann und darf nicht so sein, dass der Vorstand des Unternehmens den finanziellen Druck, der durch eine unsinnige Eigentümerpolitik der Regierung entsteht, voll auf das Personal abwälzt und vor allem gegen die Berufsgruppe der LokführerInnen ein radikales Kostensenkungsprogramm fährt. Schon in den letzten zehn Jahren ist diese Berufsgruppe immer wieder Opfer diverser Maßnahmen geworden: Statt Fixanstellung ein windiger Kündigungsschutz, existenzzerstörende Haftungsansprüche im Schadensfall, Dienstpläne ohne jegliches soziales Augenmaß, gekappte Sozialleistungen, Antreiberei und Arbeitshetze sowie Rechts- und Vorschriftenbeugung zum Vorteil von Unternehmen und Eigentümer - das sind die Früchte dieser Unternehmenspolitik", heißt es in der Erklärung der GLB-Bundesleitung. Darüber hinaus zählt sich diese Berufsgruppe zu den flexibelsten ArbeitnehmerInnen. Immerhin ist ihr Einsatz an 365 Tagen im Jahr mit Dienstbeginnen und Dienstenden rund um die Uhr üblich. Versetzungen an jeden Ort der Republik zu jeder Zeit sind wohl noch selten, sind aber durchaus möglich.

Wenn nun die Vorstellungen des Vorstandes Wirklichkeit werden sollten, bedeutet das ein Auslaufen des Stellenplanes und einschneidende Maßnahmen im Besoldungsbereich, die dem Einzelnen zehntausende Euro an Lebensverdienstsumme kosten würden, sowie den weiteren Abbau von rund 300 Kolleginnen und Kollegen durch Eingriffe in bestehende Schutzvorschriften. Damit ist aber der Rubikon der Leidensfähigkeit des Personals überschritten worden, wodurch es endlich zu Gegenmaßnahmen seitens der Gewerkschaft kommt. Nach Auffassung des GLB wird es mit Überstundenboykotts allerdings nicht getan sein: "Dem Eigentümer und dem Management muss unmissverständlich klar gemacht werden, dass die Gewerkschaft auch vor einem Streik nicht zurückschreckt, sollten sie zu keinem Einlenken bereit sein und ihre geplanten Maßnahmen durchdrücken wollen. Wir treten also für eine Ausweitung der gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen auf den gesamten Gewerkschaftsbereich ein, da die LokführerInnen nicht allein gelassen werden dürfen. Was heute gegen diese Berufsgruppe unternommen wird, trifft morgen uns alle! Jetzt ist aktive Solidarität gefragt".

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