Havelka fordert Belastungsstopp für heimische Autofahrer

Ankündigung für NoVA-Erhöhung falsches Signal - Automobil muss leistbar bleiben

Wien (PWK732) - "Der Autofahrer zahlt derzeit schon weit mehr als
er kostet." Der Obmann des Bundesgremiums des Fahrzeughandels, Heinz Havelka, spricht sich vehement gegen weitere Belastungen des Autofahrers aus. Sowohl der ehemalige Finanzminister Rudolf Edlinger als auch die stellvertretende Klubobfrau der Grünen Eva Glawischnig haben angekündigt, für den Fall einer Regierungsbeteiligung eine Erhöhung der NoVA zum Teil unter ökologischen Gesichtspunkten in Aussicht zu nehmen. Bereits jetzt sei die Belastung des Autofahrers extrem hoch und die Autofahrer zahlen derzeit rund sechs Milliarden € an Steuern (Normverbrauchsabgabe, motorbezogene Versicherungssteuer , Mineralölsteuer etc.), mehr ein, als sie an Kosten verursachen. "Das Automobil muss auch weiterhin ein ´leistbares´ Produkt für alle Bevölkerungsschichten bleiben," so Havelka.

Vielmehr müsse es ein koordiniertes Vorgehen innerhalb der Europäischen Union gegen. Österreich dürfe nicht hier zu jenen Ländern zählen, die willkürlich die Belastung für die Autofahrer steigere. Havelka nannte in diesem Zusammenhang die von der Europäischen Kommission im September angekündigte Harmonisierung der Autosteuern in Europa. "Es darf zu keiner weiteren Zersplitterung der Autosteuern kommen. Die Abschaffung der Zulassungssteuern ist hier der richtige Schritt", unterstrich der Gremialvorsteher des Fahrzeughandels.

Österreich liege bereits jetzt im oberen Drittel bei der Steuerbelastung auf Neuwagen. Während die Steuerbelastung in Österreich durch Mehrwertsteuer und Normverbrauchsabgabe zwischen 28 und 30 Prozent liegt, müssen die Italiener mit nur 20 bis 23 Prozent Steuerbelastung rechnen, Deutschland ist mit 16 Prozent, also der üblichen Mehrwertsteuer, bei Autos sogar ein absolutes Steuer-Niedrigland. "Damit haben wir es mit einem echten Wettbewerbsnachteil auf Kosten der heimischen Autohändler zu tun", schloss Havelka. (us)

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