E-Commerce-Umsätze haben deutliche Zuwachsraten

Hauptgewicht liegt auf EDI-Transaktionen

Wien (BMWA/OTS) - E-Commerce-Verkäufe - Transaktionen, die über Internet oder Electronic Data Interchange (EDI) abgewickelt werden -haben im Vorjahr ein Volumen von 22,8 Milliarden Euro erreicht und damit einen Anteil von sieben Prozent an den Gesamtumsätzen eingenommen. Im Jahr davor wurden erst 2,5% der Gesamtumsätze in dieser Weise abgewickelt. Zu diesem Ergebnis kommt die "2. Europäische Erhebung über E-Commerce", die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit und EUROSTAT von der Statistik Austria durchgeführt wurde. ****

Der weitaus größere Teil dieses Transaktionsvolumens, nämlich 16,5 Milliarden Euro oder 5,1% der Gesamtumsätze, wurde über EDI, den elektronischen Datenaustausch in strukturierter Form, abgewickelt, über das Internet wurden 6,3 Milliarden Euro (rund 1,9% des Gesamtvolumens) umgesetzt. Hinsichtlich der Zahl der Geschäftsfälle dominiert hingegen das Internet: 21% aller Unternehmen mit mehr als neun Beschäftigten haben Bestellungen über das Internet erhalten, dem gegenüber haben lediglich 4% über EDI Waren oder Dienstleistungen verkauft. Das Volumen der Verkäufe an private Haushalte hat sich von 2000 auf das Jahr 2001 mehr als verdoppelt (von 0,6 auf 1,3 Milliarden Euro), hat damit aber am gesamten E-Commerce-Umsatz immer noch einen geringen Anteil. Die Verkäufe der Sachgüterproduktion überwiegen mit einem Volumen von 10,4 Milliarden Euro vor den Handelsumsätzen (8,4 Milliarden Euro).

Unter E-Commerce versteht man über rechnergestützte Netze (z.B. Internet) abgewickelte Transaktionen. Waren und Dienstleistungen werden über diese Netze geordert, Zahlungen und Lieferungen können auf traditionellen Wegen oder ebenfalls online über das Netz erfolgen. Bestellungen mittels manuell geschriebener E-Mails gehören nicht zu E-Commerce.

Computereinsatz nimmt weiter zu

Die Erhebung weist auch eine weitere Steigerung des Einsatzes von Computersystemen zwischen den Jahren 2000 und 2001 nach: Der Anteil der Unternehmen mit Computereinsatz stieg von 92% auf 94%, der Unternehmen mit Internet-Zugang von 84% auf 85% (bei Unternehmen mit weiniger als 50 Beschäftigten von 81% auf 83%). 55% der Beschäftigten benutzen für ihre Tätigkeit einen Computer, 32% haben Internet-Zugang. Deutlich ist der Zuwachs der Unternehmen, die eine eigene Website anbieten: 54% im Jahr 2000, 65% im Jahr 2001.

Für Details zu dieser Erhebung stehen bei der Statistik Austria Mag. Andreas Schiefer, Tel.: (01) 711 28-7162, andreas.schiefer@statistik.gv.at, oder Dr. Karl Messmann, Tel. (01) 711 28-7874, karl.messmann@statistik.gv.at, zur Verfügung.

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