"Kleine Zeitung" Kommentar: "Starke Worte" (von Johannes Kübeck)

Ausgabe vom 14.101.2002

Graz (OTS) - Sechs Wochen vor der Nationalratswahl spitzt sich
alles auf die Frage der künftigen Koalitionen zu. Da sind die Politiker um griffige Formulierungen nicht verlegen.

Der Bundeskanzler lobt die Koalition, denn sie habe "große Probleme für das Land bewältigt".

Der Innenminister, stets ein Mann des geschliffenen Wortes: "Das Leben des Innenministers ist schwer genug. Ich glaube, für eine Koalition, in der die Grünen dabei sind, stehe ich nicht zur Verfügung."

Für den SP-Vorsitzenden kommt "eine Koalition mit der FPÖ nicht in Frage", er strebt mutig eine "breiteste Mehrheit" an.

Oder der FP-Generalsekretär, offenbar vertraut mit allerlei Gefährdungspotenzialen: "Rot-Grün wäre ein ganz gefährliches Abenteuer für Österreich."

Für den Chef der Grünen ist die Fortsetzung der Koalition am wahrscheinlichsten, mit der Forderung nach Entlastung der Einkommen will er aber irgendwie doch dabei sein. Übrigens: Die Zitate sind vom 22. August 1999, sechs Wochen vor der damaligen Nationalratswahl. Namen und Koalitionen haben sich seither verändert. Sonst eigentlich nicht so viel.****

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