Bures kritisiert zynische Haltung der Regierung gegenüber Jugendarbeitslosigkeit

Lehrstellen in der eigenen Verwaltung gestrichen

Wien (SK) "Die schwarz-blaue Regierung kündigt vollmundig Lehrlingsoffensiven an, in der eigenen Verwaltung hat sie die Lehrstellen aber weitgehend gestrichen", kritisierte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures die Vorgangsweise der Regierung am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Es sei mehr als zynisch, ständig von der Wirtschaft Lehrlingsoffensiven einzufordern, im eigenen Bereich aber nichts zu tun und in keinster Weise mit gutem Beispiel voranzugehen, so Bures. "Den Jugendlichen muss wieder eine Chance für die Zukunft gegeben werden. Die SPÖ hat bereits im Sommer ein 10-Punkte-Programm mit der Schaffung eines Lehrlingsfonds, einer Ausbildungsgarantie für Jugendliche sowie einer flexibleren Lehrlingsausbildung vorgelegt. Die Regierung muss rasch handeln", forderte Bures. ****

"Heuer haben in ganz Österreich nur mehr 19 Jugendliche die Möglichkeit zu einer Ausbildung beim Bund bekommen. 1998, waren es noch 259 Jugendliche, die eine Lehre beim Bund machen konnten", machte Bures auf die Vorgangsweise der schwarz-blauen Koalition aufmerksam. "Im Ministerium Strassers werden überhaupt keine Lehrlinge mehr ausgebildet, so die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin.

Auch die FPÖ hat wenig für die Lehrlingsausbildung übrig, fügte Bures hinzu, im Vergleich zu 1998 wurden in den FPÖ-geführten Ministerien dort 81 Prozent der Lehrstellen gekürzt. "Die Regierung war gegenüber der dramatischen Jugendarbeitslosigkeit nicht nur tatenlos, sie hat die Situation der Jugendlichen noch zusätzlich verschärft", so Bures abschließend. (Schluss) sl

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