Prammer: Ja zur Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs im Rahmen der Fristenlösung

Nein zu Psychoterror durch Pro-Life!

Wien (SK) Die SPÖ-Frauen veranstalteten am Samstag gemeinsam mit der SJ und der JG eine Demonstration für das Recht der Frauen, einen Schwangerschaftsabbruch im Rahmen der Fristenregelung durchführen zu lassen. "77 Prozent der Abtreibungsgegner sind Männer, aber 100 Prozent davon können niemals schwanger werden", erklärte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer am Samstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Anlass der Demonstration ist der in Wien stattfindende Weltkongress der radikalen Gegner der Fristenregelung "Human Life International". ****

"Wir verwehren uns gegen diese katholisch-fundamentalistischen Gruppen, deren Ziel, nämlich ein generelles Abtreibungsverbot, ein ganz klarer Angriff auf das Selbstbestimmungsrecht von Frauen ist", betonte Prammer. "Ihre Methoden sind menschenverachtend:
Einschüchterung, bewusste Falschinformation, Belagerung, Aufkauf und erzwungene Schließungen von Abtreibungskliniken, Gerichtsverfahren gegen VerteidigerInnen des Schwangerschaftsabbruchs bis hin zu Morddrohungen gegen ÄrztInnen, die Abtreibungen vornehmen", so Prammer.

Die Bundesfrauenvorsitzende betonte: "Wir sehen in dem Recht auf Abtreibung ein Grundrecht für Frauen. Immer wieder werden Frauen ungewollt schwanger. Sie zu zwingen, das Kind zu bekommen, kommt der Degradierung von Frauen zu Gebärmaschinen gleich. Lebensverwirklichung von Frauen spielt keine Rolle, ihre Stellung im Heim, beim Herd, bei den Kindern soll zementiert werden". Abschließend wies Prammer darauf hin, dass "erwiesenermaßen die Zahl der Abtreibungen nicht sinkt, wenn restriktive Gesetze diese verbieten, sondern nur die betroffen Frauen und die ÄrztInnen kriminalisiert werden". (Schluss) up

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