Fasslabend: Europa der Regionen als Chance für Arbeitnehmer

Wien, 12. Oktober 2002 (ÖAAB-PD) Die EU - Erweiterung steht vor der Tür und ist grundsätzlich zu begrüßen; auch im Interesse der Arbeitnehmer, der wirtschaftlichen Entwicklung und der Sicherheit, sagte heute, Samstag, der Dritte Nationalratspräsident, ÖAAB -Bundesobmann, Dr. Werner Fasslabend bei der 14. KGZE (Konferenz über die gewerkschaftliche Zusammenarbeit in Europa) in Wien. Dennoch dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass, wie in allen Bereichen der Politik, vor allem in der Sozial- und Beschäftigungspolitik die Rechtsvorschriften der neuen Mitglieder auf EU - Standard zu bringen seien. Ebenso sei deren effiziente Umsetzung zu gewährleisten. "Das wird am besten durch nationale Beschäftigungsstrategien und Wirtschaftsreformen gelingen, die für die jeweiligen Regionen maßgeschneidert sein müssen", so Fasslabend. Erleichterung dabei werde das Forschungsrahmenprogramm der EU bringen, das für die nächsten vier Jahre 17, 5 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung zur Verfügung stelle und damit völlig neue Chancen für die Arbeitnehmer der EU eröffne. ****

Österreich werde insgesamt von der höheren Wachstumsdynamik der neuen EU- Mitglieder durch seine Nachbarschaft zur Erweiterungsregion an stärksten profitieren. "Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass jedes Land seine eigenen Hausaufgaben erfüllen muss, dies gilt für Österreich insbesondere in der Form, dass der Fotschungsschwerpunkt weiter ausgebaut werden muss" so Fasslabend.

Die EU habe durch zahlreiche Kooperationsprogramme und Vorbereitungsstrategien die Beitrittsländer schon in den letzten Jahren in ihrem Bemühungen um das Erreichen der EU - Standars unterstützt. Dabei habe sich gezeigt, dass in Österreich vor allem die Grenzregionen von diesen Maßnahmen profitiert hätten. "Der liberalisierte Handel und Joint - Ventures haben in den grenznahen Regionen der Steiermark, des Burgenlandes, Niederösterreichs und Kärntens zu einer besseren Entwicklung von Einkommen und Beschäftigung geführt als im österreichischen Durchschnitt. Eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts belegt, dass schon in den 90 - er Jahren in diesen Regionen rund 77.000 neue Arbeitsplätze entstanden sind", sagte Fasslabend.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

ÖAAB-Pressestelle
Tel.:(++43-1) 40143/217

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AAB0001