Glawischnig: Bartenstein & IV blind für Zukunftsmarkt Ökostrom

Grüne weisen Vorschlag aus BMWA bei Ökostrom zurück

OTS (Wien) - "Durch die von BM Bartenstein vorgeschlagenen niedrigen Tarife für Ökostrom würde sich die Situation für Erneuerbare Energieträger in Österreich deutlich verschlechtern", kritisiert Eva Glawischnig, stv. Bundessprecherin der Grünen, und weiter: "Das kann wohl nicht das Ziel des neuen Ökostromgesetzes gewesen sein."

Den von der Industriellenvereinigung (IV) erhobenen Vorwurf, die Grünen wollten einen Ausbau des Ökostromes auf dem Rücken von KonsumentInnen und Unternehmen betreiben, weist Glawischnig entschieden zurück. "Die IV wäre gut beraten, die enormen industriepolitischen Chancen eines starken heimischen Ökostrom-Marktes zu erkennen", so Glawischnig. "Andere Staaten zeigen uns bereits vor, wie es gehen kann." So zeige der jüngste Bericht zum deutschen Erneuerbaren Energie-Gesetz, dass der Anteil der erneuerbaren Energien am
Stromverbrauch von 5,2 Prozent im Jahr 1998 bis auf knapp 7,5 Prozent im Jahr 2001 gestiegen ist. Die deutsche Ökostrom-Branche erreichte im vergangenen Jahr einen Umsatz von weit über 6,5 Milliarden Euro. 120.000 Arbeitsplätze sind im Bereich erneuerbare Energien entstanden. Alleine im Jahr 2001 haben die erneuerbaren Energien neben Luftschadstoffen rund 35 Mio. Tonnen Treibhausgase vermieden. "Sollten Bartenstein und IV weiterhin auf ihrer rückschrittlichen Position beharren, wird Österreich bald EU-Nachzügler bei diesem wichtigen Zukunftsmarkt sein", so Glawischnig abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Pressebüro der Grünen im Parlament
Tel.: (++43-1) 40110-6697
http://www.gruene.at
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0005