Faymann: Kinderfreundliches Wohnen am Laaerberg

Sieger des Bauträgerwettbewerbs "Monte Laa" präsentiert

Wien (OTS) - "Die Wohnstandards in Wien werden ständig erhöht. Dazu tragen vor allem die Bauträgerwettbewerbe bei. Durch diese Wettbewerbe ist es zu Einsparungen bei den Errichtungskosten gekommen. Davon haben die Mieterinnen und Mieter durch geringere Kosten für ihre Wohnung profitiert. Andererseits ist es durch diese Wettbewerbe zu mehr architektonischer Vielfalt und zu höheren architektonischen Standards gekommen. Die Stadt setzt gezielte Themen-Schwerpunkte, um den unterschiedlichen Wohnbedürfnissen der Menschen möglichst gerecht zu werden. Im Fall von Monte Laa heißt dieser Schwerpunkt besondere Kinder- und Jugendfreundlichkeit", erklärte Wohnbaustadtrat Werner Faymann im Rahmen eines Mediengespräches am Freitag.

Fast 1.000 neue Wohnungen entstehen auf der Überplattung der Südost-Tangente (A 23). Die Gesamtkosten dafür liegen bei etwa 93 Millionen Euro (1,275 Mrd. Schilling). Die Stadt fördert dieses Wohnprojekt mit etwa 36 Millionen Euro (500 Millionen Schilling). Das Leben an dieser neuen Adresse wird für die etwa 2.500 bis 3.000 zu erwartenden Bewohner durch besondere Kinder- und Jugendfreundlichkeit geprägt sein. Aufgrund der Dimension des Projekts ist der Wettbewerb zweigeteilt. Der ersten Teil des Wettbewerbs umfasst annähernd 500 Wohnungen. Der zweite Teil des Wettbewerbs wird noch heuer ausgeschrieben. Die Entscheidung über das Siegerprojekt wurde von einem 18-köpfigen Beurteilungsgremium gefällt. Die Sieger können 2003 mit dem Bau beginnen. Die Bauzeit wird etwa 2 bis 3 Jahre betragen, sodass die ersten Mieter 2005/2006 ihre Wohnungen beziehen können.

Die Stadt ermöglicht es durch das Instrument der Bauträgerwettbewerbe einerseits, die Errichtungskosten gering zu halten. Andererseits wird durch spezielle Themenstellungen zielgruppengerechtes Bauen ermöglicht. Ökologie, Ökonomie und planerische Qualität sind dabei die Standard-Kriterien. Diese Wettbewerbe führen auch dazu, dass insgesamt die Qualität des Wohnbaus höher wird, weil viele Themen aus den Wettbewerben zum Standard werden, wie das zum Beispiel in ökologischer Hinsicht bereits der Fall ist.

Neben den ökologischen und architektonischen Höchststandards, die im Wiener Wohn-Neubau üblich sind, haben sich die Architekten beim Projekt Monte Laa besondere bauliche und gestalterische Elemente einfallen lassen, um das Leben mit Kindern und Jugendlichen zu fördern. Auf kinderwagengerechte Erschließungswege, großzügige Grün-und Freiflächen, handhabungssichere Kinderspielplätze, für Kinder erreichbare Schalter für Sprechanlagen und Licht sowie flexible Grundrisse der Wohnungen und ähnliche Planungen wurde besonderer Wert gelegt.

Kinderfreundlichkeit in Monte Laa

Der vielleicht größte kinder- und jugendfreundliche Aspekt liegt in einem eigens geschaffenen neuen Park, der als wichtiger Teil von Monte Laa konzipiert ist. Die neue 12.000 m² große Grünzone trennt die Wohn- von der Büro- und Freizeitzone und wird eine grüne Brücke bis zum Böhmischen Prater und zum Laaer Wald darstellen. Neben diesem unbezahlbaren Grün-Bereich vor der Haustüre stechen vor allem folgende kinder- und jugendfreundliche Aspekte hervor:

o Die Raumbedürfnisse der Kinder und Jugendlichen sind stark von ihrem jeweiligen Alter abhängig. Die Wohneinheiten zeichnen sich durch eine fast unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeit betreffend Anzahl der Räume und Schlafzimmer aus und erlauben so eine hohe Variabilität der Wohnungsgrößen. Die Wünsche der Mieter bezüglich der Raumaufteilung können bis in die Rohbauphase berücksichtigt werden. Die flexiblen Grundrisse bieten ein großes Potential für Wohnungsteilungen und Zusammenlegungen, die Trennwände und Innenwände können beliebig verschoben werden.
o Grundsätzlich ist das Angebot an Spielplätzen und -möglichkeiten überdurchschnittlich groß. Im Erdgeschoss stehen für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen als Hobby-, Party-, Bastel-, Spiel- und sonstige Räumlichkeiten zur Freizeitgestaltung Verfügung.
o In den Anlagen wird auf unüberwindbare Stiegen, Rampen und Gebäudeteile verzichtet, Schalter, Türtaster und Schlösser sind in einer für Kinder gut erreichbaren Höhe.
o Das Kinder- und Jugendangebot beinhaltet unter anderem Kinderspielhöfe mit Sandspiel- und Kiesflächen, Kinder- und Jugendspielplätze und Schlechtwetter-Spielplätze im offenen Erdgeschoss. Ein flexibel aufteilbarer Kinderspielraum und ein Spielraum mit Internetplätzen im geschlossenen Erdgeschoss
bieten Indoor-Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche.
o Generell haben gute Einsicht und Beaufsichtigungsmöglichkeiten für die Eltern spielender Kleinkinder oberste Priorität. Durch behutsame bauliche Trennung der Kinder- und Erwachsenenbereiche
im Freizeit- und Erholungsbereich können Kinder sich austoben, ohne das Ruhebedürfnis anderer Mitbewohner zu stören.

Es gibt auch viele "kleine" Erleichterungen für das tägliche Leben in Monte Laa. Sie reichen von der Krabbelecke in der Waschküche bis zur hellen und transparenten Gestaltung der Stiegenhäuser, um Angsträume zu vermeiden.

Ausstellung der Wohnprojekte Monte Laa

Die Pläne und Modelle der Wohnbauprojekte des ersten Teil des Bauträgerwettbewerbs Monte Laa sind im Wohnservice Wien bis Ende Oktober zu besichtigen. Und zwar von Montag bis Freitag von 8.00 bis 20 Uhr.

rk-Fotoservice: http://www.wien.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) gmp

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Gerd Millmann-Pichler
Tel.: 4000/81 869
mil@gws.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0021