GENTECHNIK-MORATORIUM STEHT NICHT ZUR DISPOSITION Utl: Auch die Vorwürfe Glawischnigs an Molterer entbehren jeder Grundlage

Wien (OTS) Nächste Woche steht das Gentechnik-Moratorium in Brüssel keineswegs zur Disposition. Die Voraussetzung dafür wie insbesondere die lückenlose Rückverfolgbarkeit von Gentechnik-Produkten und klare Kennzeichnungsbestimmungen sind nicht gegeben. Dies teilte das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zum Versuch der Grünen Umweltsprecherin Eva Glawischnig mit Gentechnik-Ängsten Wahlkampf zu machen, mit.****

Frau Glawischnig nimmt offenbar auf die vor zwei Jahren beschossenen Freisetzungsrichtline der EU Bezug, die am 17. Oktober in Kraft tritt und deutliche Verbesserungen gegenüber der derzeit geltenden Freisetzungsrichtlinie beinhaltet. Darin ist geregelt, dass es keine Freisetzungen geben kann, wenn gesundheitliche oder umweltbezogene Risken gegeben sind. Weiters ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung und ein verpflichtendes Monitoring vorgesehen. Das ändert aber nichts an der politischen Wirkung des Moratoriums. Überdies richtet sich die Freisetzungsrichtlinie nicht nur an die Landwirtschaft.

Die Bundesregierung nimmt den Entschließungsantrag des Nationalrates ernst, in dem die Fortsetzung des Moratoriums gefordert wird. Überdies hat Landwirtschafts- und Umweltminister Molterer eine Reihe von Maßnahmen gesetzt, um in der Landwirtschaft klare Verhältnisse zu schaffen. Im Bereich des Saatgutes ist klar festgelegt, dass Saatgut, das in Verkehr gebracht wird, gentechnikfrei zu sein hat. Mit einem Monitoringsystem wird die Gentechnikfreiheit in der Landwirtschaft überprüft, die Ergebnisse zeigen, dass die Maßnahmen voll gegriffen haben.

Weiters hat Minister Molterer gemeinsam mit der Arge Biolandbau das Projekt Bio-Saatgut in Österreich gestartet, damit die biologische Landwirtschaft auch in Zukunft garantiert gentechnikfreies Saatgut zur Verfügung hat. Weiters laufen Untersuchungen, welche Rahmenbedingungen eine gentechnikfreie Saatgutproduktion braucht, unter anderem welche Sicherheitsabstände dafür notwendig sind.

Eine dogmatische Ablehnung von Gentechnik ist aus vielfachen Gründen nicht sinnvoll, weil Gentechnik bereits jetzt in der industrialisierten Welt vielfältig zum Einsatz kommt und auch in der Lebensmittelkette vorhanden ist. Nur strikte Faktenorientierung und das Gebot der Vorsicht sind ein Garant dafür, verantwortungsvoll mit neuen Technologien wie Gentechnik umzugehen.

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