AKNÖ-Präsident Staudinger: EU-Osterweiterung mit Qualifikationsmaßnahmen für ArbeitnehmerInnen vorbereiten

Niederösterreich nimmt Schlüsselrolle im Erweiterungsprozess ein

Wien (AKNÖ) – Am Mittwoch hat die EU in ihrem Fortschrittsbericht Polen, Tschechien, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Estland, Litauen, Lettland, Zypern und Malta die Beitrittsreife für 2004 bestätigt. "Niederösterreich wird in diesem Erweiterungsprozess eine Schlüsselrolle spielen, die nur mit gezielten und sorgsam vorbereiteten Maßnahmen wahrgenommen werden kann", meint dazu der Präsident der AKNÖ, Josef Staudinger. "Gäbe es nicht die von den Arbeitnehmervertretungen erkämpften Übergangsregelungen, würde der niederösterreichische Arbeitsmarkt im ersten Jahr vor allem in den Grenzregionen einer enormen Belastungsprobe gegenüber stehen. Es muss mit einem hohen Zustrom an Tagespendlern in das Waldviertel und das nördliche Weinviertel gerechnet werden", so Staudinger weiter.****

Die Übergangsregelungen bei der Arbeitsfreizügigkeit besagt, dass innerhalb dieser sieben Jahre die nationale Quotenregelung für die Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte beibehalten wird. Bei der Dienstleistungsfreizügigkeit ist anzunehmen, dass diese Quotenregelung für bestimmte Branchen, wie Baugewerbe, Tourismus und Dienstleistungen wahrscheinlich nicht ausreichen wird. Studien belegen, dass der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften größer werden wird. "Wir sehen in der EU-Osterweiterung eine historische Chance für Niederösterreich. Es muss mit entsprechenden Qualifikations- und Ausbildungsmaßnahmen für niederösterreichische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dafür gesorgt werden, dass diese Chance auch wahrgenommen werden kann", wiederholt der AKNÖ-Chef seine langjährige Forderung.

"Gefordert ist einmal mehr die österreichische Arbeitsmarktpolitik:
Es müssen geeignete Maßnahmen gesetzt werden, die eine langsame Öffnung des Arbeitsmarktes gestatten, andererseits müssen jene ArbeitnehmerInnen in den gefährdeten Bereichen durch geeignete Aus-und Weiterbildungsmaßnahmen eurofit gemacht werden. Es muss gewährleistet werden, dass kein einziger niederösterreichischer Arbeitsplatz unter die Räder kommt", schließt AKNÖ-Präsident Staudinger.
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