Rauch-Kallat: SP-Wahlkampfauftakt aus Spin-Doctorenbuch gescheitert

Alfred Gusenbauer hat noch langen Weg zu einem glaubwürdigen Politiker vor sich

Wien, 10. Oktober 2002 (ÖVP-PK) "Wer seinen Wahlkampfauftakt nach dem Drehbuch eines amerikanischen Spin-Doctors macht, darf sich nicht wundern, wenn er damit in Österreich keine besondere Glaubwürdigkeit erzielt. Der Versuch, einfach alles schlecht zu machen, was politische Mitbewerber tun, den der eigentlich starke Mann in der SPÖ, Michael Häupl, heute unternommen hat, muss einfach nach hinten losgehen", sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Generalsekretärin Abg.z.NR Maria Rauch-Kallat. Wenn Häupl etwa "theatralisch" meine, Bundeskanzler Schüssel sei der, der Österreich international blamiert und geschadet habe, und seine Regierung habe alle ihre Versprechen gebrochen, "dann glaubt das kein vernünftiger Mensch". ****

"Die Österreicherinnen und Österreicher wissen genau, dass die Regierung Schüssel vieles weitergebracht hat und sie wissen auch, wer Österreich im Ausland schlecht gemacht hat." Der SPÖ-Vizechef habe gemäß Spin-Doctoren-Drehbuch offenbar den Angreifer auf die Regierung spielen müssen, "aber er ist dabei mangels Glaubwürdigkeit gescheitert". "Wer glaubt schon einem Spitzenfunktionär der Schuldenmacher-Partei SPÖ, die das Geld immer mit vollen Händen beim Fenster hinausgeworfen hat, wenn er gerade der Regierung Schüssel Steuergeldverschwendung vorwirft", fragte Rauch-Kallat.

Ebenso unglaubwürdig sei der SPÖ-Chef beim Wahlkampfauftakt gewesen. "In seinem Drehbuch stand offenbar, dass man auch eigene Fehler zugeben muss, aber auch dieser Versuch ist gescheitert. Wie kann man Alfred Gusenbauer glauben, der plötzlich sagt, man könne sich nicht alles leisten und müsse jeden Euro zweimal umdrehen, wenn genau derselbe Alfred Gusenbauer denselben Euro einmal für die Hochwasserhilfe und einmal für die Steuerreform ausgeben will?" Es sei ja löblich, wenn man eigene Fehler zugeben wolle, "aber leider hat der SPÖ-Chef wieder einmal das falsche Beispiel gewählt".

Auch die Aussage "für diese Regierung zählen die Menschen nicht", sei ein eher peinlicher Griff in die amerikanische Spin-Doctoren-Kiste. "In Österreich sind die Menschen für solche Schwarz-Weiß-Formulierungen jedenfalls nicht zu haben." Und wenn man jener Regierung, die für Zusammenarbeit und nicht Ausgrenzen stehe, vorwerfe, sie habe den Wert der Gemeinschaft zerstört, "dann ist das gerade von der SPÖ äußerst unglaubwürdig, denn für die Sozialisten heißt Gemeinschaft leider noch immer vor allem Sozialistische Internationale".

Bei seinem "Zick-Zack-Kurs haargenau an der Realität vorbei", habe sich der SPÖ-Vorsitzende heute aber in einem Punkt selbst übertroffen: "Wenn Alfred Gusenbauer sagt, er sei im Land unterwegs gewesen, während sich andere am Ballhausplatz eingebunkert hätten, dann muss dieses Land wohl Korsika heißen, in dem er seinen Hochwasser-Urlaub verbracht hat. Wer sich solcher eigener Schwachstellen nicht bewusst ist und einfach blauäugig um sich argumentiert, weil ja Wahlkampfauftakt ist, der hat noch einen langen Weg zu einem glaubwürdigen Politiker vor sich", schloss die ÖVP-Generalsekretärin.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Kommunikationsabteilung, Tel.:(01) 401 26-420
Internet: http://www.oevp.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0011