Harry Kopietz richtet offenen Brief an Innenminister Ernst Strasser und Polizeipräsident Peter Stiedl

"Innenminister spart an der Sicherheit der Bevölkerung und verpulvert Geld für Broschüre mit falschen Behauptungen!"

Wien (SPW) Der Landesparteisekretär der SPÖ Wien, LAbg. Harry Kopietz, hat am Mittwoch einen offenen Brief an Innenminister Ernst Strasser und Polizeipräsident Peter Stiedl gerichtet, in dem er dem Innenminister vorwirft, einerseits durch eine fahrlässige Polizeireform die Sicherheit der ÖsterreicherInnen zu gefährden und andererseits Geld für eine Broschüre mit unwahrem Inhalt zu verpulvern. ****

Der offene Brief im Wortlaut:

"Sehr geehrter Herr Innenminister,
sehr geehrter Herr Polizeipräsident!

Während in unserem einstmals so sicheren Wien reihenweise Kommissariate aufgelassen werden und ein in der Geschichte der Zweiten Republik noch nicht da gewesener personeller Kahlschlag erfolgt, musste ich mit großer Verwunderung feststellen, dass für Ihre persönliche Selbstdarstellung scheinbar unbegrenzte (Steuer-)Mittel zur Verfügung stehen. Immerhin haben Sie mit der Broschüre "Neues von der Wiener Polizei" , die Sie in den zwei größten Tageszeitungen beilegen ließen, nach vorsichtigen Expertenschätzungen rund 100.000 Euro (1,4 Millionen Schilling) verpulvert.

Abgesehen davon stellen Sie auf den 8 Seiten dieser Broschüre Behauptungen auf, die einfach unwahr sind und daher nicht unwidersprochen bleiben dürfen. In Wien kann keine Rede davon sein, dass - wie Sie der Bevölkerung weismachen wollen - "mehr Polizisten" auf der Straße sein werden beziehungsweise die Kriminalpolizei über "größere Einheiten und mehr Schlagkraft" verfügen wird.

Wahr ist vielmehr:

Ihre fahrlässige Polizeireform gefährdet die Sicherheit! Sie zertrümmern ein System, das bis jetzt perfekt funktioniert hat, indem Sie 9 (!) Bezirkskommissariate zusperren und die bisher 23 Bezirks-Kriminalabteilungen auf nur noch 5 zusammenstutzen. Seit Ihrem Amtsantritt, Herr Innenminister, wurde in verantwortungsloser Weise Personal abgebaut; allein in Wien fehlen heute 700 uniformierte Polizisten. Dass Sie darüber hinaus auch keine Gelegenheit auslassen, die Wiener Polizei mit teils menschenverachtenden Personalentscheidungen politisch einzufärben, lässt mich für die Zukunft überhaupt schwarz sehen.

"Neues von der Wiener Polizei" - auf solche Neuigkeiten kann die Wiener Bevölkerung verzichten. Und, verehrter Herr Polizeipräsident:
Ich finde es besonders abenteuerlich, dass Sie als Führungskraft und Exekutivbeamter (!) nicht nur die Zertrümmerung der Wiener Polizei zulassen, sondern sich auch noch dazu hergeben, Seite an Seite mit dem Herrn Innenminister dafür zu werben.

Harry Kopietz
Wiener Gemeinderat und SPÖ-Sicherheitsexperte" (Schluss) gd

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