Zukunft des ÖKS für das laufende Schuljahr gesichert

Evaluierung der Kulturvermittlungsangebote gestartet, Bildungsministerin setzt Arbeitsgruppe und interimistische Leitung des ÖKS ein

Wien (OTS) - Bei der Vorstandssitzung des ÖKS Österreichischen Kultur Service am 8.10.2002 wurde intensiv über mögliche Weiterentwicklungen der bekannten österreichischen Jugendagentur diskutiert. Für das laufende Schuljahr sind alle Projekte gesichert. Eine vom BMBWK eingesetzte Arbeitsgruppe sucht nach Synergieeffekten bei Kulturvermittlungsinstitutionen auf Bundes- und Länderebene. Der bisherige ÖKS-Geschäftsführer scheidet im Einvernehmen mit Jahresende aus.

- Kulturvermittlungsvereine werden evaluiert

Seit der Gründung vor 25 Jahren hat sich die Schullandschaft deutlich verändert: Mit den schulbezogenen Veranstaltungen, der zweckgebundenen Gebarung und dem autonomen Schulkulturbudget sind neue Möglichkeiten entstanden, Projektunterricht und fächerübergreifenden Unterricht durchzuführen. Der Durchbruch der elektronischen Medien (nahezu alle Schulen haben einen Internetzugang) hat einen leichteren Zugang zu Informationen über Kunst- und Kulturveranstaltungen ermöglicht. Gleichzeitig sind sowohl auf Bundesebene als auch in den Bundesländern zusätzliche Kulturvereine und Serviceeinrichtungen entstanden. "Eine kritische Analyse und Evaluation der bisherigen Angebote der Kulturvereine und der strukturellen Zusammenhänge ist daher notwendig, um bedarfsgerechte Angebote bereitzustellen und möglichst große Synergien im Verwaltungsbereich zu erzielen", sagt Dr. Heinz Gruber, Sektionschef im BMBWK und Vorstandsvorsitzender des ÖKS. Auch der ÖKS wäre intensiv bemüht, den Anteil der Gemeinkosten zu senken, um die Förderungsmittel in möglichst hohem Ausmaß in Schul- und Kunstprojekte zufließen zu lassen.

- BMBWK richtet Arbeitsgruppe ein

Seitens des Bildungsministeriums wird daher umgehend eine Arbeitsgruppe eingerichtet, der die maßgeblichen Vertreter der vom BMBWK geförderten Kultureinrichtungen im Bildungsbereich angehören sollen. Sie soll bis zum Frühjahr 2003 die Aufgabenabstimmung und Strukturreform vorbereiten und umsetzen.

- ÖKS Geschäftsführung

Diese Reformüberlegungen sind auch mit personellen Änderungen verbunden. Der langjährige ÖKS-Geschäftsführer, Dr. Michael Wimmer, unter dessen Führung der ÖKS den Kunst- und Kulturvermittlungsbereich lange Zeit maßgeblich mitgestaltet hat, scheidet aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über mögliche strukturelle Entwicklungen und Finanzierungsformen mit Jahresende im Einvernehmen mit dem Vorstand aus dem ÖKS aus. Die interimistische Leitung wird im Einvernehmen mit dem Vorstandsvorsitzenden Sektionschef Dr. Heinz Gruber bis zum Abschluss des Reform- und Konzentrationsprozesses vom bisherigen stellvertretenden Geschäftsführer und kaufmännischen Leiter Dr. Gottfried Eisl im Team mit den Bereichsleiterinnen Mag. Ursula Hilmar und Mag. Ulrike Gießner wahrgenommen.

- Aktivitäten für das laufende Schuljahr gesichert

Für das laufende Schuljahr bestehen nach Gruber "alle Grundlagen die bisherige erfolgreiche Arbeit fortzusetzen und sich auch als selbstständige Veranstaltungsagentur zu positionieren". Kinder und Jugendliche sind in immer stärkerem Ausmaß Zielgruppen wirtschaftlicher und kultureller Aktivitäten. Das Know-how des ÖKS in Verbindung mit den hohen Qualitätsstandards dieser Einrichtung "wären eine ideale Voraussetzung für Bildungsprojekte, was auch immer mehr Unternehmen nutzen und anerkennen", so Gruber.

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Sektionschef Dr. Heinz Gruber
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur -
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T.: 531 20 / 2500
E: heinz.gruber@bmbwk.gv.at

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