Cap: Scheibner bestätigt Festhalten am Eurofighter-Deal

Ehemann von Riess-Passer soll Magna-Konsulent werden

Wien (SK) "Die schwarz-blaue Abfangjägerkoalition hält über die Wahl hinaus am Ankauf der Eurofighter-Kampfflugzeuge fest", stellte der gf. SPÖ-Klubobmann Josef Cap am Mittwoch fest. In dankenswerter Offenheit bestätige Verteidigungsminister Scheibner den Eurofighter-Deal in der morgigen Ausgabe von "News". Scheibner laufe damit allerdings den "Wählertäuschungs-Versuchen" seines Parteichefs Reichhold zuwider, der kürzlich das halbherzige Versprechen in den Raum gestellt habe, unter bestimmten Umständen vielleicht doch keine Abfangjäger kaufen zu wollen. Cap ist überzeugt, dass FPÖ und ÖVP "aus dem Deal mit EADS nicht mehr rauskönnen". Er verwies in diesem Zusammenhang auch an Aussagen des Kärntner Landeshauptmannes, der "wirtschaftliche Interessen" der FPÖ in dieser Sache offenherzig bestätigt habe. ****

Gegenüber dem SPÖ-Pressedienst verwies Cap außerdem darauf, dass der Ehemann von Vizekanzlerin Riess-Passer mit Frank Stronach über einen Konsulentenvertrag verhandle. "Ein Job für Herrn Passer könnte von mancher Seite auch als angenehme Folge des Eurofighter-Deals gedeutet werden", so der geschäftsführende SPÖ-Klubobmann.

Den Wählerinnen und Wählern rief Cap erneut in Erinnerung, dass der 24. November "auch eine Volksabstimmung über den Ankauf sündteuren Kriegsgeräts ist". Mit der Sozialdemokratie werde es jedenfalls keine Kampfjets, dafür Investitionen in eine bestmögliche Gesundheitsversorgung für alle, sichere Pensionen und neue Jobs geben. (Schluss) ml

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