Laska fordert weitere Maßnahmen im Bereich Lehrlingsausbildung

Wien (OTS) - Die kürzlich angekündigte Aktion der Wirtschaftskammer, Unternehmen anzusprechen, damit diese mehr Lehrlinge ausbilden, bezeichnete Fr. Vizebürgermeisterin und Jugendstadträtin Grete Laska heute als begrüßenswert. "Es ist höchst an der Zeit, dass sich auch die Wirtschaftskammer um die jungen Menschen kümmert." so Laska, die jede Aktion befürwortet, die mithilft, Jugendlichen Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu beschaffen. "Allerdings geht es" so Laska weiter "neben den Versprechen und Bemühungen in Richtung Unternehmer vor allem auch darum, in Richtung der Jugendlichen entsprechende Maßnahmen Seite an Seite konkret umzusetzen."

In diesem Zusammenhang bezeichnete es Laska als Schande, dass heuer mehr Jugendliche als jemals zuvor ohne Ausbildungsplatz sind. Die Stadt Wien fordert seitens des Bundes die Einführung von Ausbildungsmöglichkeiten mit den selben Qualitätsfaktoren einer Lehrabschlussprüfung, wie sie etwa die Stiftungen waren. Wien hat in den vergangenen Jahren mit Hilfe des Nationalen Aktionsplans für Beschäftigung erreicht, dass es in der Bundeshauptstadt de facto keine Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen, die die Pflichtschule absolviert haben, gab. Neben der intensiven Kooperation mit zahlreichen Betrieben konnten seit nunmehr 1997 alle Lehrstellensuchenden, die keinen Platz in einem regulären Lehrverhältnis finden konnten, ihre Ausbildung in Stiftungen aber auch Lehrgängen absolvieren. In weiterer Folge wurde dieses hervorragende Auffangnetz außerdem noch durch Berufsorientierungskurse oder Hauptschulabschluss-Kurse erweitert. Im Vordergrund all dieser Maßnahmen stand dabei stets die duale Ausbildung. "Die angekündigten Bemühungen der Wirtschaftskammer" so Laska "betreffen nur einen Appell an die Unternehmer, auf deren Good will man weiterhin angewiesen ist." Seitens des Bundes wurden aber auch großteils die hervorragenden Maßnahmen der Stiftungen "wegrationalisiert" - darüber hinaus wurden per Gesetz die Landesarbeitsgruppen aufgelöst und die Länder verpflichtet, die fehlenden Mittel aufzubringen.

Der Magistrat der Stadt Wien, der selbst mit mehr als 5.300 Ausbildungsplätzen für Lehrlinge (inkl. Wiener Stadtwerke) bzw. in berufsbildenden Schulen als der größter Dienstleistungsbetrieb Österreich gilt, leistet einen wichtigen Beitrag gegen die Jugendarbeitslosigkeit. "Das ist aber nicht genug." so Laska abschließend "daher erneuere ich meine Forderung nach Ausbildungsverbänden, in denen mehrere Unternehmen ihre Lehrlinge gemeinsam ausbilden oder nach einem Topf zur Finanzierung einer gemeinsamen Lehrlingsausbildung, in den jene Unternehmen einzahlen, die keine Lehrlinge ausbilden." (Schluss) eg

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