FP-Rosenkranz: Situation der Jugendlichen am Arbeitsmarkt dramatisch

Gesamtkonzept statt Alibiaktionen gefragt

Wien (OTS) - Erneut scharfe Kritik an der "Ankündigungspolitik"
der niederösterreichischen Volkspartei übte heute die freiheitliche Klubobfrau im NÖ Landtag Barbara Rosenkranz. Angesichts der dramatischen Entwicklung am Arbeitsmarkt und besonders bei den Lehrlingen ist ein Gesamtkonzept bei der Unterstützung der Betriebe zur Lehrlingsförderung gefragt.

Eine Entlastung durch eine Ausbildungsprämie für Lehrlinge ist ein Schritt in die richtige Richtung und Teil eines Forderungspakets, das die FPÖ NÖ schon lange erhoben hatte. Notwendig ist aber auch eine Entlastung der Betriebe, die Lehrlinge ausbilden. Die FPÖ Punkte hiezu: Steuerliche Entlastung von Betrieben die Lehrlinge ausbilden Bevorzugung von solchen Betrieben bei Förderungen öffentlichen Aufträgen Ausbildungsverbünde in NÖ endlich ermöglichen Entgeldfortzahlungen den Betrieben ersetzen

"Wenn KO Schneeberger mit Alibi-Anträgen jetzthausieren geht, dann ist das eine doppelte Verdrehung", wundert sich Rosenkranz. "schließlich fordern wir bei der Einführung eines Ausbildungverbundes etwas, das NÖ alleine durchführen und machen kann., dazu braucht man nicht an die Bundesregierung herantreten wie im Alibiantrag im Juni geschehen."

Ein Vergleich mit Oberösterreich ist geboten: "In Oberösterreich ist die Zahl der Jugendlichen die keinen Lehrplatz finden gegenüber dem Vorjahr um 3% gesunken, während in Niederösterreich diese Zahl um fast ein Fünftel explodiert ist. Hier kann auch eine noch so plakative Ankündigungs- und Showpolitik etwas beschönigen", stellte die FP-Rosenkranz entsetzt fest.- Die nackten Zahlen sind ernüchternd: Mehr als 5.700 junge Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren sind in Niederösterreich auf Jobsuche. Das AMS verzeichnete im September 2002 um 20 Prozent weniger Lehrstellen. "Hier von Top Leistungen zu sprechen ist abwegig. Ein Lehrling ist der öffentlichen Hand zur Zeit 660 Euro wert, ein AHS-Schüler schon 6.540. So darf es einfach nicht bleiben", so Rosenkranz.

"Unsere zentrale Forderung", so Rosenkranz weiter, "heißt daher Firmenausbildungsverbund jetzt sofort!" In einem derartigen Verbund würden Lehrlinge "abschnittsweise" im Rotationsprinzip bei verschiedenen Klein- und Mittelbetrieben ausgebildet, was nicht nur für die Lehrlinge, die so mehr Erfahrung sammeln könnten, sondern auch für die Betriebe eine Erleichterung wäre, betonte die FP-Mandatarin. Offensiven als Lösungsversuch habe das Land genug hinter sich, der Erfolg ist aber bisher nirgends ablesbar.

In Oberösterreich hingegen, wo dieser Verbund eine Einrichtung des Landes, der Wirtschafts- und der Arbeiterkammer sei, sind zur Zeit 418 Betriebe zusammengeschlossen, die 1355 Lehrlinge ausbildeten. Deswegen ist es hier gelungen, den Trend umzukehren: Während in Niederösterreich die Zahl der Lehrlinge ohne Lehrstelle Ende September auf 1400 gestiegen ist, sind in Oberösterreich weiterhin deutlich weniger Lehrstellensuchende zu verzeichnen.

Ein entsprechender Antrag der FPÖ auf Einführung eines Lehrverbundes wurde von der ÖVP einem Unterausschuß zugewiesen. "Hoffentlich kein Begräbnis auf lange Sicht", bedauert Rosenkranz.

"Es ist unsinnig, immer wieder über Fachkräftemangel zu klagen und einen weiteren Zuzug von Ausländern zu fordern. Wir müssen unserer Jugend die Chancen bewahren und klar Ausbildung vor Zuwanderung stellen , "forderte Klubobfrau Rosenkranz abschließend.

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