Künstler fordern Erhalt des "Auersperg 15-Theater"

Wien (OTS) - Gemeinsam mit prominenten Künstlern setzten sich Stadtrat Dr. Peter Marboe wie auch die Bezirksvorsteherin der Josefstadt, Margit Kostal, in einem Mediengespräch am Mittwoch für einen Erhalt des "Auersperg 15-Theater" ein. Wie allgemein bekannt, ist die Bühne auf Grund finanzieller Probleme derzeit geschlossen. Stadtrat Dr. Marboe und mehrere Sprecher aus dem Kreis der anwesenden Künstler warnten mit Nachdruck vor einem drohenden Verlust dieser Spielstätte. Für den Fortbestand des Theaters sei die Aufrechterhaltung der vorgesehenen Subvention unbedingt erforderlich, ein künftiger Betreiber könne das Haus ohne finanzielle Hilfe nicht erfolgreich führen. Sollte in den nächsten Wochen keine entsprechende Entscheidung fallen, werde es zu einem Verkauf der Theaterräume durch den Masseverwalter kommen und somit wäre die Bühne "für immer verloren".

Die Künstler und das Josefstädter Bezirksoberhaupt richteten in einem "Josefstädter Theatermanifest" einen eindringlichen Appell zur Rettung des Theaters an Bürgermeister Dr. Michael Häupl und Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny. Es gebe mehrere Konzepte für die weitere Bespielung des Theaters, doch allein eine baldige Zusage der bisherigen Subvention für einen künftigen Betreiber könne die Auflassung der Bühne verhindern. Die Bezirksvertretung des 8. Bezirkes habe ebenfalls in einem Beschluss den Weiterbestand des Theaters gefordert.

Die Bedeutung des "Auersperg 15-Theater" reicht weit über die Grenzen der Josefstadt hinaus. Selbst der Bezirksvorsteher von Hietzing, Dipl.-Ing. Heinz Gerstbach, war beim Mediengespräch in den Theaterräumen zugegen. Neben anderen Künstlern nahmen Heinz Holecek, Helga Papouschek, Dany Siegl, Stephan Paryla, Edith Leyrer, Waltraud Haas, Erwin Strahl sowie Marcus Strahl an der "Rettungsaktion" teil. Stadtrat Dr. Marboe betonte den Stellenwert kleiner Bühnen in der Wiener Theaterlandschaft und brachte gleichfalls seine Hoffnung auf eine "Botschaft der Solidarität" an den früheren Theaterbetreiber zum Ausdruck. Bei einer Sperre des "Auersperg 15-Theater", so Marboe, würde die Hemmschwelle vor einer Schließung weiterer Spielstätten -aus pekuniären Beweggründen - sinken. (Schluss) enz

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