LEBENSRETTER GURT

Tödlicher Unfall in der Südsteiermark, Schülerin war nicht angegurtet. KfV appelliert: Gurtverwendung auch auf den Rücksitzen!

Wien (OTS) - Ein tragischer Verkehrsunfall forderte heute in der Südsteiermark ein Menschenleben. Eine 17jährige Schülerin wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und tödlich verletzt. Laut Gendarmerie dürfte das Mädchen nicht angeschnallt gewesen sein. Für die 17-Jährige, die am Rücksitz saß, kam jede Hilfe zu spät. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) nimmt diesen Verkehrsunfall zum Anlass um auf die lebensrettende Notwendigkeit der Gurtverwendung auf den Rücksitzen hinzuweisen.

Die erschreckende Bilanz des ersten Halbjahres 2002: Von 222 getöteten Pkw-Insassen waren 111 nicht angegurtet. Das Risiko, bei einem Unfall getötet zu werden, war für Gurtverweigerer siebenmal so hoch wie für angegurtete Pkw-Insassen. Für Pkw-Lenker war das Risiko sogar mehr als neunmal so hoch.

Der Gurt am Rücksitz wird häufig unterschätzt. Dabei kann es gerade hier zu einer Gefahrensituation kommen: Beim Aufprall wird der nicht angeschnallte Passagier auf dem Rücksitz gegen den Vordermann geschleudert und gefährdet diesen zusätzlich.

Gurtpflicht

Alle PKW-Insassen sind verpflichtet, Gurte oder Rückhaltesysteme zu verwenden. Seit 1984 ist der Gurt auch am Rücksitz verpflichtend.

Kein Gurt - welche Auswirkungen?

-) Das Risiko bei einem Unfall getötet zu werden, ist ohne Gurt sieben Mal höher als mit Gurt.
-) Bei einem Verkehrsunfall ohne Schuld kann das Schmerzensgeld um 20-25 Prozent gekürzt werden.
-) Wenn Sie angegurtet sind, reduzieren Sie die Häufigkeit und Schwere von

Brustkopfverletzungen
Kopfverletzungen
Gesichts- und Augenverletzungen
Verletzungen an Beinen und Füssen
Außerdem verhindert der Gurt, dass Personen aus dem Wagen geschleudert werden.

Richtiges Anschnallen

-) Je straffer der Gurt, desto sicherer! Es wird empfohlen, den Gurt von Zeit zu Zeit straff zu ziehen, vor allem bei längeren Autofahrten.
-) Verdrehte Gurtbänder gewähren keinen optimalen Schutz im Falle eines Unfalls. Achten Sie also darauf, dass Ihr Gurt immer in der richtigen Lage ist.
-) Im Winter können dicke Jacken und Mäntel die Schutzwirkung des Gurtes vermindern.
-) Der Beckengurt muss über dem Becken liegen, nicht über dem Bauch. Der obere Verankerungsgurt soll so eingestellt werden, dass der Gurt den Hals nicht berührt.
-) Nach einem Unfall sollte der Gurt sofort ausgetauscht werden, da die optimale Sicherheit sonst nicht mehr gewährleistet werden kann.

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Mag.Gabriele Hinterkörner
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71 770/161
http://www.kfv.at

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