Fasslabend: Ausnahmsweises ÖAAB - Lob für die Wirtschaftskammer

Begrüßen Lehrlingsoffensive als "sozialpartnerschaftlich vorbildlich"

Wien, 09. Oktober 2002 (ÖAAB-PD) Ein "ausnahmsweises" Lob spricht der ÖAAB der von Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl angekündigten Lehrlingsoffensive aus. Diese sei "sozialpartnerschaftlich vorbildlich" und ein wichtiger, konkreter Schritt, damit jeder Pflichtschulabgänger in Österreich innerhalb kurzer Zeit einen Lehrplatz, Ausbildungsplatz oder Lehrgangsplatz erhalten wird, sagte heute, Mittwoch, ÖAAB - Bundesobmann Werner Fasslabend. "Der ÖAAB verfolgt seit Jahren das Ziel, rund vierzig Prozent eines Schulabschluss - Jahrgangs in die duale Berufsausbildung zu bekommen. Nur so könnte die langfristig notwendige Kapazität an Facharbeitern erreicht werden. "Wir begrüßen daher ausdrücklich jede Initiative, die dazu beiträgt, jungen Menschen den Weg in die duale Berufsausbildung zu erleichtern und Betrieben die Ausbildung "schmackhaft" zu machen", so Fasslabend. ****

Einer der Schwerpunkte der politischen Arbeit des ÖAAB werde auch in den nächsten Jahren die Aus- und Weiterbildung sein. "Dabei ist es dringend nötig, das Image der dualen Ausbildung bei der Bevölkerung zu heben und Jugendliche über die vielfältigen Möglichkeiten eines beruflichen Aufstiegs mit Lehre und ständiger Weiterbildung zu informieren", so Fasslabend. Es habe wenig Sinn, junge Menschen mit Ach und Krach durch die Matura und ein Studium zu bringen, mit dem sie dann keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hätte, wenn auf der anderen Seite qualifizierte Facharbeiter immer mehr zur Mangelware werden.

Die Ausbildung von Lehrlingen sei daher nicht nur eine wirtschaftstheoretische, sondern auch eine philosophische. "Ausbildung darf nicht nur eine Frage des Geldes sein. In den Betrieben muss auch das Bewußtsein durchgreifen, dass ein Lehrling nicht einfach nur eine billige Arbeitskraft sein darf, sondern dass der Betrieb mit gut ausgebildeten und motivierten Lehrlingen mehr Erfolg haben wird", sagte Fasslabend.
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