Prammer zu Haupt: Meister des Schönredens bei der Frauenbeschäftigung

Wien (SK) Als Reaktion auf die Aussagen von Sozialminister Herbert Haupt in einer Aussendung, wonach es richtungsweisende Erfolge bei der Frauenbeschäftigung gebe, erklärte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer am Mittwoch: "Die Maßnahmen und vor allem Unterlassungen dieser Regierung in der Frauenbeschäftigung sind nicht richtungsweisend für die Frauenpolitik, sondern weisen in Richtung geteilter Arbeitsmarkt, Vergrößerung der Einkommensschere und Hinausdrängen der Frauen aus dem Erwerbsleben." Haupt ist für Prammer daher "ein Meister des Schönredens bei der Frauenbeschäftigung", er kümmere sich aber nicht um den für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf dringend nötigen Ausbau der Kinderbetreuungsplätze. ****

Prammer verwies darauf, dass der Anteil der teilzeitbeschäftigten Frauen an den erwerbstätigen Frauen noch nie so hoch war. "Und bei weitem nicht alle Frauen sind freiwillig Teilzeit beschäftigt", betonte Prammer. Vielen bleibe nichts anderes übrig, weil sie keinen Kinderbetreuungsplatz zur Verfügung haben.

"Anstatt völlig sinnlose Abfangjäger anzukaufen, könnte man mit einem Teilbetrag die 100.000 fehlenden Kinderbetreuungsplätze errichten", betonte Prammer. Man müsse die richtigen Prioritäten setzen. Daher wolle die SPÖ eine neue "Kindergartenmilliarde": Würde man fünf Jahre lang je 72 Millionen Euro investieren, könnte man Kinderbetreuungsplätze flächendeckend anbieten.

Abschließend erklärte Prammer, dass viele der notwendigen Qualifizierungsmaßnahmen für Frauen nicht durchgeführt würden, weil die dafür vorgesehenen AMS-Mittel dem "nicht erreichten Nulldefizit" geopfert wurden. Was die Bundesfrauenvorsitzende besonders kritisiert: "Damit wären Ausbildungen möglich, die über einen bloßen sechswöchigen Kurs hinausgehen und ein Einkommen sichern, von dem man leben kann." (Schluss) up

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