ASFINAG: LKW-Maut schafft Kostenwahrheit; Geplante Maut in Einklang mit Deutschland

Wien (OTS) - "Die LKW-Maut bringt eine faire Aufteilung der Infrastrukturkosten für Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen", so ASFINAG Vorstandsvorsitzender Dr. Walter Hecke. Mit Unverständnis sieht die ASFINAG die Forderung der Wirtschaftskammern von Salzburg, Kärnten und Steiermark, die bei einem Gipfelgespräch heute in Salzburg den Wirtschaftsstandort Österreich mit Einführung der Lkw-Maut und mit Beibehaltung der Sondermauten als gefährdet sehen. Der guten Vorarbeit der ASFINAG ist es zu verdanken, dass auch der weitestgehende Gleichklang mit Deutschland hergestellt wurde.*****

"Die Einführung der LKW-Maut ist ein wichtiger Schritt für eine gerechte Kostenteilung", betont Dr. Walter Hecke, Vorstandsvorsitzender der ASFINAG, denn: "Wer die Straße stärker beansprucht, bezahlt künftig mehr. Außerdem schaffen wir mit der LKW-Maut erstmals einen Annäherung der Infrastrukturkosten zwischen dem Osten Österreichs und den westlichen Bundesländern mit schon bisher mautpflichtigen Strecken." Die vollelektronische Maut gilt für LKWs und Busse ab 3,5 Tonnen höchstem zulässigem Gesamtgewicht. Sie wird spätestens mit 1. Jänner 2004 auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen eingeführt.

Utl.: Sondermauten für kostenintensive Strecken

"Wer die Sondermauten auf bestehenden Abschnitten wie dem Tauern-Katschberg- Tunnel abschaffen will, denkt zu kurz", kontert Hecke. Strecken wie die Tauernroute oder der Gleinalmtunnel sind wegen ihrer besonderen Bedingungen sehr kostenintensiv in Bau- und Erhaltung. Deshalb werden auf solchen, besonders kostenintensiven Strecken Sondermauten eingehoben. "Unser Ziel ist Fairness. Die Sondermauten sind notwendig, um langfristig die Infrastruktur der österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen zu sichern." So wie die PKW-Fahrer für die Benützung dieser Strecken schon heute eine Sondermaut bezahlen, wird ein erhöhter Mauttarif pro km auch nach der LKW-Maut Einführung für LKWs und Busse gelten. Zur weiteren Entlastung der Frächter plant das Bundesministerium für Finanzen den Entfall der Straßenbenützungsabgabe und die Rücknahme der Erhöhung der KFZ-Steuer.

Utl.: LKW-Mauttarife: einfach und fair

Die Tarife für die LKW-Maut wurden von einer internationalen Expertengruppe berechnet und orientieren sich an der Wegekostenrichtlinie der Europäischen Union. Der vorgesehene Durchschnittstarif für das neu bemautete Netzbeträgt 22 Cent pro Kilometer, die einzelnen Tarife sind nach Anzahl der Fahrzeugachsen in drei Kategorien gestaffelt. So ist gewährleistet, dass jedes Fahrzeug seinen Kostenanteil je nach Beanspruchung der Straße leistet. Die Unterschiede zum in Deutschland geplanten Durchschnittstarif von 15 Cent ergeben sich aus völlig unterschiedlichen Grundvoraussetzungen: So ist die Fahrleistung in Deutschland wesentlich höher als hierzulande. Die geplanten deutschen Mauttarife liegen bei Umlegung der Kosten auf die Fahrzeugkilometer daher um mehr als ein Drittel über dem österreichischen Durchschnitt. Außerdem machen die geographischen Voraussetzungen im Alpenland den geplanten Durchschnittstarif von 22 Cent pro Kilometer notwendig und nachvollziehbar

Utl.: LKW-Maut in Einklang mit Deutschland

Die LKW-Maut Einführung in Österreich ist zeitlich in Einklang mit Deutschland: In beiden Ländern kann mit einer Inbetriebnahme des Mautsystems Ende 2003 gerechnet werden. Auch der technische Gleichklang ist bestmöglich gegeben, da das mikrowellenbasierte System in Österreich und das deutsche GSM-GPS-System kompatibel sein werden. Die Abstimmungen mit dem künftigen LKW-Mautbetreiber in Deutschland sind bereits gestartet. In Österreich werden im Gegensatz zu Deutschland auch Fahrzeuge zwischen 3,5 und 12t bemautet. Dies ist auf die unterschiedliche Ausgangssituation zurückzuführen, da Fahrzeuge bis 12t in Österreich bereits seit 1997 der Vignette unterliegen. Mit der LKW-Maut wird diese zeitabhängige Abgabe durch ein fahrleistungsabhängiges und gerechteres System ersetzt. Fahrzeuge, die weite Strecken auf Autobahnen fahren, werden mehr bezahlen. Jene, die nur kurze Strecken zurücklegen und insbesondere die Kurzstreckenfahrer auf Autobahnen werden spürbar entlastet. Darüber hinaus ist es sinnvoll, den Fahrzeugen die Kosten anzulasten, die sie auch tatsächlich verursachen. Hecke: " Mit der LKW- und Bus-Maut schaffen wir Kostenwahrheit auf österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen. So werden alle Fahrzeuge, die nur mit einem Führerschein der Klassen C oder D gelenkt werden können einen gerechten und fairen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Straßeninfrastruktur leisten." (Ende)

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