ARA - Vorreiter bei hochsicherer Digitaler Signatur: Die erste echte Anwendung im Business to Business Bereich in Österreich - ARA Meldung künftig auch elektronisch

Wien (OTS) - Erstmals rechtsverbindliche Vorgänge online

Eine absolute Vorreiterrolle nimmt die ARA - Altstoff Recycling Austria AG - im Bereich des E-Business ein, indem sie als erstes Unternehmen in Österreich mit ihren Kunden Geschäftsvorgänge mit einer hochsicheren elektronischen Signatur durchführen wird. Erstmals können Kunden Dokumente rechtsverbindlich online an die ARA senden. Im Gegensatz zu bisherigen Anwendungen ist in diesem Fall die Signatur einer handschriftlichen Unterschrift rechtlich völlig gleichgestellt.

30 ausgewählte Kunden des österreichweit tätigen ARA Systems für Verpackungssammlung und -verwertung testen in den nächsten Wochen die Anwendung in einem Pilotprojekt, das gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich und den Technologiepartnern A-Trust GmbH, Anecon GmbH, BDC GmbH und Bull AG realisiert wird. Im Anschluss soll der elektronische Geschäftsvorgang in den Regelbetrieb übernommen werden. Konkret geht es dabei um die Meldung jener Verpackungsmengen, die von den Kunden der ARA auf den Markt gebracht und über das ARA System entpflichtet werden. Die Ermittlung der Lizenzentgelte ist mengen- und packstoffabhängig, weswegen jeder ARA Kunde monatlich bzw. quartalsmäßig die von ihm in Verkehr gesetzten Mengen nennen muss. Genau diese Meldung wird künftig auch elektronisch möglich sein. Die ARA hat derzeit insgesamt 13.000 Kunden, die p.a. ca. 45.000 solcher Meldungen übermitteln.

Einfach und sicher digital unterschreiben

"30 unserer Kunden haben sich bereit erklärt, an diesem zukunftsweisenden Projekt teilzunehmen", erläutert Dkfm. Christian Stiglitz, Vorstand der ARA. "Sie steigen für die Meldung ihrer Daten nun in einen gesicherten Bereich der ARA Website ein, identifizieren sich mit Lizenznummer, Benutzername und Passwort und geben dann ihre Mengen direkt in ein elektronisches Formular ein." "Abschließend versiegelt der ARA Lizenzpartner das Formular mit seinem privaten Schlüssel, also den Signaturerstellungsdaten", erklärt Stiglitz die technische Funktionsweise. "Dabei handelt es sich um einen Code, der auf einer Chipkarte gespeichert ist und nur mit einem PIN-Code aktiviert werden kann. Hinterher schickt der Lizenzpartner das elektronisch versiegelte Dokument an die ARA. Mit dem öffentlichen Schlüssel des Absenders (den Signaturprüfdaten) kann der Empfänger, in diesem Fall die ARA, das Siegel auf dessen Unversehrtheit hin überprüfen und das Dokument öffnen und lesen." ARA Vorstand Stiglitz:
"Somit ist zum einen sichergestellt, dass der Inhalt des Dokuments nicht verändert wurde, und zum anderen, dass die Unterschrift von einer dazu berechtigten Person geleistet wurde."Ein Unternehmen als User benötigt für die sichere digitale Meldung lediglich die Signaturkarte sowie ein Lesegerät und muss vor der Erstbenutzung bei einer Registrierungsstelle der A-Trust die entsprechenden Daten bekannt geben. Ab diesem Zeitpunkt können dann Vorgänge - wie die verbindliche Meldung der lizenzierten Mengen an die ARA - online stattfinden. Das umständlichere Faxen oder Postversenden gehört damit für die teilnehmenden Firmen der Vergangenheit an.

Risikofreier Test der Digitalen Signatur für ARA Kunden

Im Pilotversuch werden die ARA Lizenzpartner die Formulare aus Sicherheitsgründen allerdings parallel auch wie bisher ausfüllen. "Wir wollen kein Risiko eingehen und haben deshalb mit den Teilnehmern vereinbart, dass sie uns die Meldung vorerst auch auf herkömmlichem Weg übermitteln. Sie können dabei aber die Möglichkeiten der Digitalen Signatur in Ihrem Unternehmen risikofrei testen und prüfen, wie diese Anwendung in ihren internen Workflow passt", meint der ARA Vorstand. "Nach dem Ablauf des maximal sechs Monate langen Probebetriebs entfällt natürlich die Übermittlung per Post oder Fax."

ARA Pilotversuch Basis für Anwendungen in anderen Wirtschaftsbereichen

In weiterer Folge soll dieser Pilotversuch auch die Basis für Anwendungen in anderen Wirtschaftsbereichen bilden. Stiglitz: "Die Meldungen unserer Lizenzpartner über die von ihnen in Verkehr gesetzten Verpackungsmengen eignen sich ideal für diesen Pilotversuch, da sie einer gleichbleibenden Systematik unterliegen und gut strukturiert sind. So können in dieser ersten, sehr spannenden Phase der Markteinführung der elektronischen Signatur wichtige Erfahrungen gemacht werden." "Wir gehen damit einen zukunftsweisenden Schritt, der uns und vor allem unseren Kunden künftig viele Geschäftsabläufe stark erleichtern wird. Und natürlich freut uns, dass wir das Vertrauen der Wirtschaft genießen, dieses -vielleicht bahnbrechende - Experiment durchführen zu dürfen", so Stiglitz.

Projektpartner: WKÖ, A-Trust, Anecon, BDC und Bull

Den Teilnehmern am Pilotprojekt entstehen durch die Zusammenarbeit der ARA mit der Wirtschaftskammer und den Technologiepartnern keine externen Kosten. Neben der ARA, die die Entwicklung der Web-Anwendung finanziert, kommt die Wirtschaftskammer Österreich (www.wko.at) unter anderem für die Kartenleser und die Signaturkarten samt Zertifikat auf. A-Trust (www.a-trust.at) liefert die Signaturkarten sowie die Zertifikate und stellt die Client-Software zur Verfügung. Die Web-Anwendung wurde von der Firma Anecon Software Design und Beratung Ges.m.b.H (www.anecon.com) entwickelt und zur Hälfte finanziert. Ebenfalls stark vergünstigt stellt die BDC GmbH (www.bdc.at) die Client-Anwendung und den Signaturserver, und Bull AG (www.bull.at) die Kartenleser zur Verfügung.

Rückfragen & Kontakt:

Christian Mayer (Leiter der Kommunikation),
Altstoff Recycling Austria AG,
Tel.: 01/599 97-301

Dkfm. Christian Stiglitz (Vorstand),
Altstoff Recycling Austria AG,
Tel.: 01/599 97-201

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