FP-Rosenkranz: Pröll hat dramatische Entwicklung bei Lehrstellen verschlafen

FP Forderung: Ausbildungsverbund "jetzt sofort"!

Wien (OTS) - Erneut scharfe Kritik an der "Ankündigungspolitik"
der niederösterreichischen Volkspartei übte heute die freiheitliche Klubobfrau im NÖ Landtag Barbara Rosenkranz. Angesichts der dramatischen Entwicklung am Arbeitsmarkt und besonders bei den Lehrlingen ist ein Vergleich mit Oberösterreich geboten: "In Oberösterreich ist die Zahl der Jugendlichen die keinen Lehrplatz finden gegenüber dem Vorjahr um 3% gesunken, während in Niederösterreich diese Zahl um fast ein Fünftel explodiert ist. Hier kann auch eine noch so plakative Ankündigungs- und Showpolitik etwas beschönigen", stellte die FP-Rosenkranz entsetzt fest.

"Unsere zentrale Forderung", so Rosenkranz weiter, "heißt daher Firmenausbildungsverbund für Niederösterreich jetzt sofort!" In einem derartigen Verbund würden Lehrlinge "abschnittsweise" im Rotationsprinzip bei verschiedenen Klein- und Mittelbetrieben ausgebildet, was nicht nur für die Lehrlinge, die so mehr Erfahrung sammeln könnten, sondern auch für die Betriebe eine Erleichterung wäre, betonte die FP-Mandatarin. Offensiven als Lösungsversuch habe das Land genug hinter sich, der Erfolg ist aber bisher nirgends ablesbar.

In Oberösterreich hingegen, wo dieser Verbund eine Einrichtung des Landes, der Wirtschafts- und der Arbeiterkammer sei, sind zur Zeit 418 Betriebe zusammengeschlossen, die 1355 Lehrlinge ausbildeten. Deswegen ist es hier gelungen, den Trend umzukehren: Während in Niederösterreich die Zahl der Lehrlinge ohne Lehrstelle Ende September auf 1400 gestiegen ist, sind in Oberösterreich weiterhin deutlich weniger Lehrstellensuchende zu verzeichnen.

Ein entsprechender Antrag der FPÖ auf Einführung eines Lehrverbundes wurde von der ÖVP einem Unterausschuß zugewiesen. "Hoffentlich kein Begräbnis auf lange Sicht", bedauert Rosenkranz.

"Es ist unsinnig, immer wieder über Fachkräftemangel zu klagen und einen weiteren Zuzug von Ausländern zu fordern. Wir müssen unserer Jugend die Chancen bewahren und klar Ausbildung vor Zuwanderung stellen , "forderte Klubobfrau Rosenkranz abschließend.

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