AKS: Mehr Bildungsqualität statt Schulrankings

Kowall: Offensichtlich will Ministerin Gehrer US-amerikanische Verhältnisse

Wien (SK) "Mit ihrer Idee Schulrankings durchzuführen zeigt sich Ministerin Gehrer wieder als Musterschülerin neoliberaler Bildungspolitik. Konkurrenz und Wettbewerb in unserem Schulsystem so tief wie möglich zu verankern scheint der VP-Politikerin ein besonders wichtiges Anliegen zu sein", kommentiert Niki Kowall, Bundesvorsitzender der AKS (Aktion kritischer SchülerInnen) gegenüber dem Pressedienst der SPÖ den Vorstoß Gehrers, Leistungsvergleiche zwischen Schulen abzuhalten. ****

"Offensichtlich strebt Gehrer US-amerikanische Verhältnisse an", so der SchülerInnenvertreter. Laut Kowall sind in den Vereinigten Staaten Schulrankings an der Tagesordnung. "Jene Schulen, die von Kindern aus finanzkräftigem Elternhaus besucht werden, werden für Sponsoren am attraktivsten sein und ein dementsprechend gutes Angebot vorweisen können", ist der AKS-Vorsitzende überzeugt.

Besonders verärgert ist Kowall über die Bildungsfinanzierungspolitik der letzten Jahre. "In Anbetracht dessen, dass speziell berufsbildende Schulen durch Kürzungen zu Kooperationen mit der Wirtschaft de facto gezwungen sind, werden Rankings zu einer höhnischen Reaktion Gehrers auf ihren eigenen bildungspolitischen Scherbenhaufen", so Kowall. "Jene Schulen, die auf Grund der Kaufkraft ihrer Schützlinge und deren Eltern am meisten Sponsoring lukrieren können, werden bei den Rankings am besten abschneiden."

"Gehrer soll sich lieber um eine vernünftige Ausstattung der Schulen kümmern und Ressourcen in die Schulqualität anstatt in den Qualitätsvergleich investieren", so Kowall abschließend. (Schluss) up/mp/mm

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