Benya-Preise: 22.000 Euro für die Förderung der Facharbeit

Außergewöhnliche Leistungen im Bereich der Facharbeit heute im Wiener Rathaus gewürdigt

Wien (ÖGB). "Der Anton-Benya-Stiftungsfond zur Förderung der Facharbeit wurde vor 30 Jahren zum 60. Geburtstag des früheren ÖGB-Präsidenten eingerichtet. Die Preise werden alle zwei Jahre vergeben", so Alexander Prischl, Leiter des ÖGB-Referates für Berufbildung im Rahmen einer Pressekonferenz zur diesjährigen Verleihung der Anton-Benya-Preise. "Diese Auszeichnung geht an Projekte und Einzelpersonen, die sich besonders um die österreichische Facharbeit verdient gemacht haben."++++

Die heutige Gesamtdotierung der Preisverleihung beträgt 22.000 Euro. Preise werden in vier Kategorien vergeben: Hauptpreise, Einzelpreise, Förderungspreise und Anerkennungspreise. "Die Preisträger reichen von Initiativen für die Lehrlingsausbildung über Projekte zum Wiedereinstieg für Langzeitarbeitslosen bis hin zu außergewöhnlichen Leistungen für die österreichische Facharbeit", so Prischl.

An der Pressekonferenz teil nahmen auch Rolf Thill, Ausbildungsleiter Siemens Österreich und Heinrich Kripel, ebenfalls Ausbildner bei Siemens, die heute mit einem Hauptpreis für ihr Ausbildungsprojekt für gehörbehinderte Jugendliche ausgezeichnet wurden. Siemens ist ein Vorbildbetrieb in punkto Lehrlingsausbildung. "Wir bilden bereits seit dem Jahr 1921 Lehrlinge aus und seit 1997 nun auch gehörbehinderte Jugendliche. Unser Ziel ist die Integration junger Menschen", erklärt Thill.

Bereits 23 junge gehörbehinderte Menschen wurden seither erfolgreich ausgebildet. "Während des Unterrichts im Betrieb und in der Berufsschule sind ständig Gebärdendolmetscher anwesend. Aufgrund der speziellen Fachausdrücke wurden sogar neue Begriffe in der Gebärdesprache entwickelt", erzählte der direkte Ausbildner Heinrich Kripel. "Wir arbeiten für das Ziel behinderte junge Menschen bestmöglich in den Arbeitsprozess zu integrieren ebenso wie für das Ziel auch anderen Unternehmen Mut zu machen etwas auf diesem Gebiet zu tun."
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ÖGB, 8. Oktober 2002
Nr. 762

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