Knafl präsentiert das ÖSB-Positionspapier "Mitten im Leben. Sicher in die Zukunft."

Salzburg (OTS) - Stefan Knafl, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes stellt auf einer heute in Salzburg stattgefundenen Informationsveranstaltung des Salzburger Seniorenbundes das neue Positionspapier "Mitten im Leben. Sicher in die Zukunft." vor. Damit liegt erstmals ein von Experten des Seniorenbundes erarbeitetes Grundsatzpapier vor, das zu allen relevanten Aspekten der zukünftigen Sicherung des Pensions- und Gesundheitssystems klare Antworten gibt, mit denen in einem generationenübergreifenden Dialog ab sofort Schritte zur Realisierung entwickelt werden können.

Initiator dieses Positionspapiers Bundesobmann Stefan Knafl betonte in seiner Ansprache, die Bedeutung der großen Wählergruppe der Senioren mit rund 30 Prozent aller Wahlberechtigten. Er hob hervor, dass mit dem Österreichischen Seniorenrat, dem Dachverband aller großen österreichischen Seniorenorganisationen, zwar bereits eine gesetzliche Interessenvertretung existiert, in der Praxis diese aber noch nicht von allen Entscheidungsträgern als echter Sozialpartner anerkannt wird. Genau dies müsse sich in Zukunft aber ändern. Knafl forderte, dass die Senioren in allen Angelegenheiten, die ihre Interessen betreffen, auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene als gleichberechtigter Partner mitreden, mitentscheiden und mitverantworten können müssen."

Ebenfalls betonte Knafl die Bedeutung der Verankerung eines Diskriminierungsverbotes auf Grund des Alters, eines Grundrechtes auf Alterssicherung und der Einführung der Briefwahl in die österreichische Bundesverfassung. Gerade das Briefwahlrecht wurde durch die SPÖ bisher verhindert.

Die weiteren Eckpunkte des richtungsweisenden Seniorenbund-Positionspapiers sind:

- Langfristige Finanzierbarkeit der Pensionsversicherung, insbesondere durch Erhöhung der Erwerbsquote für ältere Menschen.

- Änderung der Pensionsanpassung: Die Pensionen müssen zumindest im Ausmaß der Inflationsrate angepasst werden.

- Neues Pensionsrecht für Frauen: Eigenständige Frauenpensionen, wobei neben Zeiten eigener Erwerbstätigkeit auch Zeiten innerfamiliärer Arbeit (Erziehungs- und Betreuungsarbeiten) pensionsbegründend sein sollen.

- Langfristige Sicherung unseres Gesundheitswesens unter Beibehaltung des Solidaritätsprinzips und der Pflichtversicherung. Die ambulanten Strukturen sind zu stärken, keine einseitige Beitragserhöhungen einzuführen

- Der Österreichische Seniorenbund vertritt die Auffassung, dass offene Fragen unaufgearbeiteter Geschichte mit unseren Nachbarn gemeinsam in wechselseitigen Geist von Verständnis und Achtung aufgearbeitet werden soll. Die Benes-Dekrete widersprechen, ebenso wie die Avnoj-Bestimmungen, den europäischen Grundwerten, weil sie die Grundlage für Massenvertreibungen waren und einen gravierenden Eingriff in Menschenrechte darstellen. Dieses Problem muss daher vor der Ratifikation der Beitrittsverträge gelöst sein.

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Mag. Michael Schleifer
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