- 08.10.2002, 10:55:42
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Knafl präsentiert das ÖSB-Positionspapier "Mitten im Leben. Sicher in die Zukunft."
Salzburg (OTS) - Stefan Knafl, Bundesobmann des Österreichischen
Seniorenbundes stellt auf einer heute in Salzburg stattgefundenen
Informationsveranstaltung des Salzburger Seniorenbundes das neue
Positionspapier "Mitten im Leben. Sicher in die Zukunft." vor. Damit
liegt erstmals ein von Experten des Seniorenbundes erarbeitetes
Grundsatzpapier vor, das zu allen relevanten Aspekten der zukünftigen
Sicherung des Pensions- und Gesundheitssystems klare Antworten gibt,
mit denen in einem generationenübergreifenden Dialog ab sofort
Schritte zur Realisierung entwickelt werden können.
Initiator dieses Positionspapiers Bundesobmann Stefan Knafl
betonte in seiner Ansprache, die Bedeutung der großen Wählergruppe
der Senioren mit rund 30 Prozent aller Wahlberechtigten. Er hob
hervor, dass mit dem Österreichischen Seniorenrat, dem Dachverband
aller großen österreichischen Seniorenorganisationen, zwar bereits
eine gesetzliche Interessenvertretung existiert, in der Praxis diese
aber noch nicht von allen Entscheidungsträgern als echter
Sozialpartner anerkannt wird. Genau dies müsse sich in Zukunft aber
ändern. Knafl forderte, dass die Senioren in allen Angelegenheiten,
die ihre Interessen betreffen, auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene
als gleichberechtigter Partner mitreden, mitentscheiden und
mitverantworten können müssen."
Ebenfalls betonte Knafl die Bedeutung der Verankerung eines
Diskriminierungsverbotes auf Grund des Alters, eines Grundrechtes auf
Alterssicherung und der Einführung der Briefwahl in die
österreichische Bundesverfassung. Gerade das Briefwahlrecht wurde
durch die SPÖ bisher verhindert.
Die weiteren Eckpunkte des richtungsweisenden Seniorenbund-
Positionspapiers sind:
- Langfristige Finanzierbarkeit der Pensionsversicherung,
insbesondere durch Erhöhung der Erwerbsquote für ältere Menschen.
- Änderung der Pensionsanpassung: Die Pensionen müssen zumindest
im Ausmaß der Inflationsrate angepasst werden.
- Neues Pensionsrecht für Frauen: Eigenständige Frauenpensionen,
wobei neben Zeiten eigener Erwerbstätigkeit auch Zeiten
innerfamiliärer Arbeit (Erziehungs- und Betreuungsarbeiten)
pensionsbegründend sein sollen.
- Langfristige Sicherung unseres Gesundheitswesens unter
Beibehaltung des Solidaritätsprinzips und der Pflichtversicherung.
Die ambulanten Strukturen sind zu stärken, keine einseitige
Beitragserhöhungen einzuführen
- Der Österreichische Seniorenbund vertritt die Auffassung, dass
offene Fragen unaufgearbeiteter Geschichte mit unseren Nachbarn
gemeinsam in wechselseitigen Geist von Verständnis und Achtung
aufgearbeitet werden soll. Die Benes-Dekrete widersprechen, ebenso
wie die Avnoj-Bestimmungen, den europäischen Grundwerten, weil sie
die Grundlage für Massenvertreibungen waren und einen gravierenden
Eingriff in Menschenrechte darstellen. Dieses Problem muss daher vor
der Ratifikation der Beitrittsverträge gelöst sein.
Rückfragehinweis:
Mag. Michael Schleifer
Österreichischer Seniorenbund
Tel.: 01/401 26/154
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