Friedrich Hebbel-Symposium in Wien

Wien (OTS) - Bereits zum sechsten Mal werden sich dieser Tage in Wien Wissenschaftler aus Österreich, Deutschland, Polen und Südafrika mit Leben und Wirken des heute in Vergessenheit geratenen Dramatikers und Lyrikers Friedrich Hebbel (1813 - 1863) beschäftigen. Das Thema der diesjährigen Veranstaltung, die zwischen 13. und 15. Oktober im Festsaal des Bezirksmuseum Josefstadt stattfinden wird, lautet "Hebbel im Lichte neuer Aufklärung und Humanität". Für das Symposion, welches in Zusammenarbeit mit dem Institut für Germanistik der Universität Wien organisiert wird, werden an die 15 Fachvorträge erwartet, die sich thematisch mit "Hebbels tragische Protagonisten -aufgeklärt, modern oder postmodern?" ebenso beschäftigen, wie sie sich mit "Hebbel als Briefschreiber" oder etwa mit der "Dämmerung, Abend und Nacht in Hebbels Gedichten" beschäftigen. Den Vorsitz des wissenschaftlichen Bereichs hat der bekannte Germanist Dr. Wendelin Schmidt-Dengler inne, den Ehrenschutz hat Hans-Henning Horstmann, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, übernommen.

Lebenslauf von Friedrich Hebbel

Friedrich Hebbel wurde am 18. März 1813 in Schleswig-Holstein geboren. Er entstammt aus ärmsten Verhältnissen, sein Vater, der 1827 verstirbt, verdingte sich als Maurer im Tagelohn. Im Jahr 1829 publizierte der junge Hebbels sein erstes Gedicht. Bis in die 30er Jahre des 19. Jahrhunderts lebte der spätere Verfasser von Bühnenstücken, wie etwa "Maria Magdalena" (1844), "Agnes Bernauer. Ein deutsches Trauersiel" (1855) oder "Die Nibelungen" (1862) unter kläglichsten Verhältnissen, die sich erst durch großbürgerliche und aristokratische Förderer besserten. Mehrere größere Reisen durch Europa folgten. Im Jahr 1845 ließ er sich in Wien nieder und heiratete im darauf folgenden Jahr die Hofschauspielerin Christine Enghaus. In der seinerzeitigen Residenzstadt wohnte Hebbels an mehreren, insgesamt acht Adressen, an die bis heute diverse Gedenktafeln erinnern. Im Jahr 1849 wird Hebbel Redakteur des Feuilletons der "Österreichischen Reichszeitung". Im Jahr 1863 stirbt Friedrich Hebbel als weithin anerkannter Dramatiker, Erzähler (u.a. "Anna", 1847, "Erzählungen und Novellen", 1855) und Lyriker an Knochenerweichung in Wien. Er wurde am Matzleinsdorfer Evangelischen Friedhof beigesetzt.

Nähere Informationen zum Hebbel-Symposion: http://www.hebbel.at/ . (Schluss) hch

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