Tod nach Festnahme

Wien (OTS) - Am 04.10.2002, gegen 14.15 Uhr, nahm die Besatzung einer Funkstreife den 24-jährigen Franz S. beim Bankomat einer Bankfiliale in Wien 12., Rauchgasse Ecke Meidlinger Hauptstrasse wahr. Dieser benahm sich auffällig. Als S. den Funkwagen bemerkte, verliess er seinen Standort und rannte in eine Seitengasse. Die Beamten verfolgten S. mit dem Funkwagen. In der Vivenotgasse wurde S. aufgefordert, anzuhalten. Er kam dieser Aufforderung nicht nach und wurde von den Beamten weiter verfolgt. Einer der Beamten erzwang die Anhaltung, indem er S. an seinen Kleidern zu Boden riss. S. wurde aufgeholfen. Er versuchte jedoch, durch Umsichschlagen- und Treten, der Amtshandlung zu entgehen, daher wurden ihm in der Folge die Handfesseln angelegt. S. beruhigte sich etwas und die Handfesseln wurden gelockert. S. begann jedoch sofort wieder, um sich zu treten, weshalb eine neue Fixierung vorgenommen werden mußte. Während dieser Sicherungsmassnahme endete plötzlich sein heftiger Widerstand. S. begann zu röcheln und war kurz darauf unansprechbar. Seine Atmung setzte aus. Die Beamten verständigten die Rettung, Reanimationsversuche durch die einschreitenden Beamten sowie durch den später eintreffenden Rettungsdienst blieben erfolglos. Laut Diagnose der Notärztin dürfte ein Herzversagen die Todesursache gewesen sein. Bei S. wurden fünf leere Spritzampullen und Suchtgift in derzeit unbekannter Menge sowie eine gebrauchte Nadel vorgefunden. Die Leiche wurde in das Institut für Gerichtsmedizin verbracht. Das Obduktionsergebnis steht noch aus. Die Amtshandlung führt das Sicherheitsbüro.
SB/04.10.

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