Gesundheitsbewusste Betriebsküchen erstmals prämiert

Fonds Gesundes Österreich veranstaltete den 1. österreichischen Betriebsküchenwettbewerb - GewinnerInnen aus Oberösterreich, Wien und Vorarlberg

Wien (OTS) - Die Tatsache, dass mehr als 1,5 Millionen ÖsterreicherInnen täglich von Grossküchen verpflegt werden, nahm der Fonds Gesundes Österreich zum Anlass, im Mai einen Betriebsküchenwettbewerb zu veranstalten. Am 3.Oktober 2002 wurden vier Großküchen von insgesamt 45, die am Wettbewerb teilgenommen hatten, im Rahmen der vom Fonds veranstalteten Fachtagung "Zeitgemäße Betriebsküche - zufriedene Gäste" in Wien ausgezeichnet. SiegerInnen waren BMW Motoren Gastronomie, Domus Facility Management, LENZESA und Lässer-Gastronomie.

"Gesunde Ernährung ist ein wichtiges Element der Gesundheitsförderung und darf nicht vor den Toren der österreichischen Betriebe halt machen", appelliert Dennis Beck, Geschäftsführer des Fonds Gesundes Österreich an Unternehmen und Betreiber von Großküchen, den MitarbeiterInnen zu ermöglichen, sich auch am Arbeitsplatz gesund zu ernähren. Unter dem Schlagwort "Bewusst lebt besser" versucht der Fonds die österreichische Bevölkerung zu gesundheitsbewusstem Verhalten anzuregen. "Mit dem Betriebsküchenwettbewerb zollt der Fonds Gesundes Österreich nicht nur den Bemühungen verantwortungsbewusster KüchenchefInnen Anerkennung; wir wollen auch jene BetreiberInnen von Großküchen motivieren, die unter 'gesund' fade Schonkost verstehen und fleischlos ausschließlich mit paniertem Emmentaler assoziieren", sagt Dennis Beck. Eine Anleitung, wie’s geht, soll ein Kochbuch für die gesunde Großküche liefern, das der Fonds Gesundes Österreich im Winter 2002 herausgeben wird.

Der Wettbewerb lief von Mai bis Juli unter dem Motto "Österreichische Betriebsküchen achten auf gesunde Ernährung" und wurde vom Fonds Gesundes Österreich in Kooperation mit der Österreichischen Kontaktstelle Betriebliche Gesundheitsförderung, dem Forum Österreichischer Gesundheitsarbeitskreise (AKS), dem Verband der Ernährungswissenschafter (VEÖ) und der Arbeitsgemeinschaft Großküchen Österreich (AGÖ) durchgeführt. Unterstützt wurde die Aktion von HGV Praxis - Zeitschrift für Hotellerie, Gastronomie und Großverpflegung.

Vier-Haubenköchin Johanna Maier als Mitglied der Jury

Insgesamt beteiligten sich 45 Großküchen, die täglich mehr als 100 MitarbeiterInnen verpflegen. Teilnahmebedingung war, Speisepläne für vier aufeinanderfolgende Wochen zu erstellen, die abwechslungsreiche und ausgewogene Menüs enthielten. Dazu mussten Produkte aus der Region, je nach Jahreszeit, verwendet werden, wobei auf eine fettarme, nährstoffschonende Zubereitung zu achten war. Das bedeutet z.B. Dämpfen, Braten, Kochen statt Frittieren. Weiters mussten fünf großküchentaugliche Rezepte für Vorspeisen/Suppen, für ein Fleischgericht, ein vegetarisches Gericht, ein Fischgericht und ein Dessert eingesandt werden. In einem Fragebogen beantworteten die teilnehmenden KüchenbetreiberInnen außerdem Fragen über Betrieb und Gäste.

Die Jury, in der auch die Salzburger Vier-Hauben-Köchin Johanna Maier vertreten war, kürte drei SiegerInnen und vergab einen Anerkennungspreis, der an Lässer Gastronomie in Bregenz ging. Reinhard Lässer betreibt das Restaurant im Landhaus, das die Jury durch frische und rasche Zubereitung sowie durch regional gefärbte Gerichte mit hohem Anteil an biologischen Lebensmitteln beeindruckte. Platz drei errang das Restaurant LENZESA, das die MitarbeiterInnen der Lenzing AG bekocht. Vor allem die Verpflegung von Schichtarbeitern mit warmem Essen in der Nacht, weiters die Möglichkeit, sich den Speisenteller selbst zusammenzustellen sowie die kreativen Rezepte und das variationsreiche Suppenbuffet überzeugten die Jury. Den zweiten Platz erhielt Domus Facility Management GmbH., die für die Bank Austria-Gruppe serviert. Die Jury lobte deren originelle und bunte Speisenauswahl. Besonders punkteten die einfallsreichen Vorspeisen und oft gereichten Fischgerichte. Sieger des Betriebsküchenwettbewerbs ist die Betriebsküche des BMW Motorenwerks in Steyr. Diese zeichnet sich durch attraktive Speisepläne mit sehr vielen fettarmen Hauptspeisen aus, die saisonalen und regionalen Bezug aufweisen. Täglich wird bei BMW mindestens ein sogenanntes "Pfiffig"-Rezept angeboten, das ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen voll entspricht. Eine Idee, die die Jury zur Nachahmung empfiehlt, ist die symbolische Kennzeichnung von Speisen mit Fettaugen - ein Fettauge entspricht drei Gramm Fett. Sowohl bei BMW als auch bei Lenzing erhalten hungrige MitarbeiterInnen somit eine Orientierungshilfe bei der Wahl ihres Mittagsmenüs.

Der Fonds Gesundes Österreich wird das Thema Gesundes Essen im Betrieb im Rahmen von Veranstaltungen weiter verfolgen. Auch die Ausschreibung eines neuerlichen Wettbewerbs kann sich Geschäftsführer Dennis Beck mit Unterstützung von Partnerorganisationen vorstellen.

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