Kinderfreunde: Waltraud Witowetz-Müller sendet in der Asylfrage offenen Brief an Bundesminister Dr. Ernst Strasser

Wien (SK) Als "skandalös" und im höchsten Maße "unmenschlich" bezeichnete die Vorsitzende der Österreichischen Kinderfreunde, Waltraud Witowetz-Müller am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ die jüngsten Vorgänge rund um Traiskirchen. Die Kinderfreunde und Waltraud Witowetz-Müller machen dafür BM Ernst Strasser verantwortlich und sendeten an diesen einen offenen Brief in dem sie auch ihre Kritik mit der bisherigen Asylpolitik der Regierung deponierten. ****

Der Brief lautet im Volltext:

"Sehr geehrter Herr Bundesminister Strasser!

Mit dem von Ihnen verordneten Umgang mit Asylsuchenden setzen Sie ein Zeichen in Richtung Unmenschlichkeit, Skrupellosigkeit und Härte. Ihr Vorgehen ist einzigartig in Europa und stößt sowohl beim UNHCR als auch bei diversen Menschenrechts-organisationen auf herbe Kritik.

Letzte Woche wurden von den Behörden alleine in Traiskirchen 150 Menschen auf die Straße gesetzt. Unter ihnen waren etliche Babys und Kinder, die bei nächtlichen Temperaturen nahe dem Nullpunkt der Kälte ausgesetzt waren.
Für Sie, Herr Dr. Strasser sind das Zahlen, die Sie herumschieben. In Traiskirchen waren es Menschen, die gefroren haben und Angst hatten.

Wir Kinderfreunde lehnen diese Art der Politik, die von Ihnen betrieben wird, vehement ab. Konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der prekären Situation sind ausgeblieben, stattdessen werden die Bedingungen weiter verschärft. Wir fordern Sie auf, allen Flüchtlingen eine menschenwürdige Unterbringung und ein faires Asylverfahren zu gewährleisten." (Schluss) up/mm

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