Neuer "Unternehmerführerschein" bringt Vorteile für Wirtschaft und Jugend

WKÖ-Präsident Christoph Leitl und Bundesministerin Elisabeth Gehrer unterzeichnen gemeinsame Vereinbarung zur Errichtung eines "Bildungsclusterbüros"

Wien (PWK 700) - "Noch nie hat es so eine enge Kooperation
zwischen der Wirtschaft und einer Bildungsinstitution wie dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur gegeben", verkündete heute Vormittag Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesministerin Elisabeth Gehrer, bei der auch eine Vereinbarung zwischen beiden Institution bezüglich der Errichtung eines "Bildungsclusterbüros" unterzeichnet wurde. "Aus einem Nebeneinander wurde ein Miteinander und ich bin stolz darauf, dass wir durch diesen gemeinsamen Weg, der weltweit seinesgleichen sucht, nun einen weiteren Schritt gesetzt haben, der zur besseren Qualifikation unserer Jugendlichen beitragen wird, denn hochqualifizierte Mitarbeiter sind eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Bestehen der heimischen Betriebe im internationalen Wettbewerb", so Leitl.

Auch Bundesministerin Elisabeth Gehrer zeigte sich hocherfreut über die Zusammenarbeit: "Wir leben in einer Zeit, in der sich die Gesellschaft, Wirtschaft und dadurch auch die Anforderungen an unsere Kinder ständig verändern. Wir müssen daher unsere Ausbildungssysteme an diese Veränderungen anpassen und unseren Jugendlichen den Zugang zu den Qualifikation ermöglichen, die von der Wirtschaft gefordert werden. Durch diese einzigartige Kooperation mit der Wirtschaft ist es nun auch endlich möglich, die Anforderungen und Bedürfnisse beider Seiten exakt aufeinander abzustimmen."

Besonders der neue Unternehmerführerschein, der einen Schwerpunkt des Bildungsclusterbüros bildet, stellt für WKÖ Präsident Leitl einen wichtigen Meilenstein im Zuge der Kooperation mit dem Ministerium dar: "Wir müssen die jungen Menschen dabei unterstützen ein gewisses unternehmerisches Niveau zu erreichen, um ihnen so die Welt der Wirtschaft vertrauter zu machen. Mit dem Erwerb des Unternehmerführerscheins als Zusatzqualifikation wird daher sowohl die Bewerbung für eine Lehrstelle als auch die Arbeitsplatzsuche, die Absicht unternehmerisch tätig zu werden und nicht zuletzt eine weitere Bildungskarriere in weiterführenden Schulen und Hochschulen begünstigt". Diesbezüglich ergänzte Bundesministerin Elisabeth Gehrer: "Es wird natürlich auch weiterhin möglich sein, ohne dieser Ausbildung ein Unternehmen zu gründen. Diejenigen die sich aber dazu entscheiden den Unternehmerführerschein zu erwerben, werden aufgrund des enormen Wissensvorsprungs letztendlich die Nase vorn haben."

Im Zuge der Kooperation wurde auch die Errichtung eines eigenen Bildungscluster-Büros in den Räumlichkeiten der Wirtschaftskammer Österreich vereinbart. Dieses Büro wird sich zukünftig folgenden Schwerpunkten widmen:

- Unternehmensführerschein
Um das Wirtschaftswissen in den Schulen zu steigern soll der Unternehmerführerschein für Schüler, als Zusatzzertifikat neben dem Zeugnis, eingeführt werden. Darüber hinaus wird die Wirtschaft auch vermehrt die Praxisanforderungen der Betriebe bei der Erstellung von Lehrberufen und Berufsbildern mit einbringen (best practice).

- Bildungsinformation und Bildungsberatung intensivieren
Durch den im Juni 2002 von der WKÖ verteilten Gratis-Berufsinformationsscheck wurde bereits ein erster Schritt in die richtige Richtung gemacht, welcher nun noch weiter ausgebaut werden soll. Weiters soll auch der Kontakt zwischen den Schulen und den Berufsinformationszentren der Landeskammern flächendeckend intensiviert werden.

- Optimale regionale Bildungscluster schaffen
Ziel ist es, die Anzahl der langfristigen Kooperationen zwischen Bildungs- bzw. Forschungseinrichtungen und Betrieben, also der regionalen Bildungscluster, bis 2005 von derzeit rund 50 auf 100 zu verdoppeln. Erreicht werden soll dies durch die Einführung einer Internet-Praktikantenbörse (www.Bildungscluster.at) und durch die Unterstützung von Betrieben, die ihre Investitionsentscheidung an das Vorhandensein ausreichender Qualifikations- und Bildungseinrichtungen knüpfen

- Initiativen für Unternehmensgründungen setzen

- Bestmögliche Auslastung aller Bildungsressourcen
(NL)

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Wirtschaftskammer Österreich
Mag. Norbert Leithner
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