Wien-Mitte: Bericht der Stadt in Kürze im Internet abrufbar

Wien (OTS) - Der Bericht der Stadt Wien zum Projekt Wien Mitte,
der am vergangenen Dienstag termingerecht der UNESCO-Kommission übermittelt wurde und die Kommissionsmitglieder in umfassender Art und Weise über die Genesis des Projekts, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die städtebauliche sowie architektonische Begründung informieren soll, wird in den nächsten Tagen über Internet auf www.wien.at/ abrufbar sein. Im Folgenden vorab eine Kurzfassung des Berichts:

"Der gegenständliche Bericht entspricht dem ausdrücklichen politischen Willen der Stadt Wien mit dem historischen Zentrum von Wien auf der Welterbeliste der UNESCO vertreten zu sein.

Derzeit ist nicht konkret absehbar, wann es tatsächlich zu baulichen Umsetzungen der Planungen zu Wien-Mitte kommen wird, da sich der Planungsprozess als langwierig und umfangreich darstellt. Der faktische Baubeginn kann jedenfalls nur nach der endgültigen Lösung der derzeit noch in Diskussion befindlichen Finanzierungsfragen zum Projekt Wien-Mitte erfolgen.

Der vorliegende Bericht, der im kurzen Zeitraum von nur zwei Monaten während der Sommermonate interdisziplinär erstellt wurde, erläutert im Bezug auf das Projekt Wien-Mitte analytisch die Genesis des Projektes, die Rechtslage und die städtebauliche und architektonische Begründung für den Standort.

Die in Wien kontroversiell und emotional geführte Diskussion zu Wien-Mitte hat mit Stand Oktober 2002 sicher kein Ende gefunden, es ist durchaus im Interesse der Stadt Wien, während der weiteren Detailplanungen das Gespräch mit allen am Projekt Interessierten zu führen. Wobei seitens der Stadt Wien zugesagt wird, sich darum zu bemühen, das Bauvorhaben Wien-Mitte mit dem Weltkulturerbe "Historisches Zentrum von Wien" kompatibel zu gestalten.

Im Sinne einer Zusammenfassung ist in Bezug auf dieses Projekt festzuhalten, dass die Stadt Wien jedenfalls alle Prüfungen nach bestem fachlichen Wissen vollzogen hat.

Alle aus architektonisch-denkmalpflegerischer Sicht durchgeführten Analysen und Visualisierung, im Besonderen auch die nach wissenschaftlichen Kriterien entwickelte Sichtbarkeitsanalyse auf Basis eines 3D-Stadtmodells zeigen, dass die visuelle Integrität der historischen Altstadt von Wien durch das Projekt nicht gefährdet ist.

Das Stadtentwicklungsgebiet Wien-Mitte liegt am östlichsten Rand der Pufferzone und ist gegen die Kernzone des Welterbe-Areals hin durch die historische Uferbebauung am Wienfluss abgeschirmt und beeinflusst keine der charakteristischen und traditionellen Sichtbeziehungen auf die historische Stadt und keine der wichtigen Sichtachsen aus der Altstadt.

Darüber hinaus besteht - dies ist zu wiederholen - heute ein Rechtsanspruch der Bauträger auf die Realisierung des Projektes. Eine Verhinderung des Projekts ist im Rahmen der rechtsstaatlichen Handlungsspielräume weder dem Bund, noch dem Land und der Gemeinde möglich.

Die Bewilligung des Projektes Wien-Mitte hat sich - als langwieriger Prozess - mit der Einreichung zur Normierung des historischen Stadtzentrums auf die Welterbeliste überschnitten.

Ausdrücklich ist aber festzuhalten, dass die Problematik des Projektes in den Nominierungsunterlagen für die UNESCO aufgezeigt wurde. Sie wurde mit dem Evaluator, Herrn Dr. Josef Stulc, der die Nominierung Wiens im Februar 2001 prüfte, besprochen und schließlich mit Herrn Dr. Jukka Jokilehto, der speziell zur Überprüfung dieses Projektes Wien im Auftrag des Büros des World-Heritage-Komitees im November 2001 - also knapp vor der definitiven Nominierung - Wien besuchte, ausführlich diskutiert und analysiert."(Schluss) fs/gb

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